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Erbslöh, Carl Julius
Fabrikant, Mitgründer der Fa. J. u. A. Erbslöh,
geb. am 30.01.1814
Barmen-Wupperfeld/Rheinland, gest. am 02.12.1880
Barmen
Geburtsregister:
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
20.02.1814
Taufregister:
PfA Wupperfeld, 24/1814 Sterberegister:
Heirat: 01.09.1840
Barmen-Wupperfeld
Trauregister: PfA
Wupperfeld, 82/1840
Quellen: T,
HK, 1, 2, 8, 9, 49, 74, 77.
Paten: 1.: Peter Wilhelm Garnicht, Solingen; 2.: Peter
Caspar Erbslöhe, Schüren; 3.: Ehefrau Maria
Christina Wiescher, Wichlinghausen; 4.: Ehefrau Wilhelmina
Garnicht, Kirchspiel Kronenberg.
Julius
Erbslöh besuchte in Barmen die Stadtschule und
widmete sich dem Kaufmannsstande. Nachdem er von 1833
- 34 als einjährig Freiwilliger bei der 2. Komp.
des 16. Infanterie- Regiments in Düsseldorf gedient
hatte, wurde er im Februar 1836 Landwehr Offizier
und war 1849 sechs Monate lang beim mobilen Landwehr-Bataillon
Nr. 36 in Essen und 1850 Führer der von Elberfeld
und Barmen kombinierten Kompagnie der Landwehr 2.
Aufgebots. In den Akten des Oberbürgermeisteramtes
Barmen betreffend die Vorschläge und Ernennung
der Landwehr-Offiziere steht in dem Verzeichnis der
sich zu Landwehr-Offizieren qualifizierenden Individuen
am 16. Mai 1835:
„Erbslöhe,
Julius, Kaufmann, Vice-Unteroffizier des 16. Infanterie-Regiments
hat mehr wie 1000 Thaler Vermögen, Sprachkenntnisse
französisch, Moralität sehr gut. Die Eltern
sind todt."
1842 gründeten
Carl Julius Erbslöh und Carl Wolff unter der
Firma Wolff & Erbslöh eine Plättier-Fabrik
in Barmen. Sie kauften von einem Herrn Rocholl, der
die Fabrikation von Frankreich eingeführt hatte,
das Haus Schönenstraße 2, in dem früher
die Gebrüder Schöne eine Bandfabrik betrieben
hatten. Der alte Rocholl hatte sein Geschäft
schon seinem Sohne übertragen, dieser starb jedoch
bald und nun fühlte der Vater keine Lust mehr,
das Geschäft wieder allein weiterzuführen.
Der Kaufpreis betrug 20000 Thaler. Das Haus hatte
durch den dahinter fließenden Mühlengraben
Wasserkraft.
Die Fabrikation
bestand in der Hauptsache in der Herstellung von gold-
und silberplättierten Blechen, wie solche für
die Fabrikation von Knöpfen, Wagenlaternen und
dergleichen Verwendung fanden und noch finden. Es
kamen im Laufe der Jahre die verschiedensten Artikel
einschlägigen Genres, wie Bilderrähmchen-Einlagen,
silberplättierte Platten für Daguerreotypien,
Portemonnaie-Platten, Messing-, Kupfer- und Schablonen-Bleche,
echte Feinsilber- und dessinierte Bleche usw. hinzu.
Neben diesen bestand die Fabrikation um die Jahrhundertwende
hauptsächlich aus Messing- und Tombak-Blechen,
Aluminium-Fabrikaten und Drähten. Die Firma beschäftigte
um 1900 über 200 Angestellte und Arbeiter.
Die beiden
Brüder Wilhelm und August wurden auch bald Teilhaber
und blieben es bis zu ihrem Tode. Nach dem Austritt
von Carl Wolff 1872 wurde die Firma in Julius &
August Erbslöh umgeändert. Die Teilhaber
um 1900 waren: Kommerzienrat Julius Erbslöh seit
1870, Alexander Erbslöh seit 1882, Walter Erbslöh
seit 1884.
Die Firma
erwarb im Laufe der Jahre noch verschiedene Nachbarhäuser
und 1893 die Pfennings- und Greefs-Hämmer an
der Blombach, ersterer „Kupferhammer" genannt. Dort
wurde eine Zweigfabrik errichtet, die 1904 bedeutende
Vergrößerung erfuhr.
Die zuerst
erworbene Besitzung Schönenstraße 2 bestand
aus einem großen Doppelhause, in dessen einer
Hälfte die Fabrikation betrieben wurde; die andere
Hälfte diente den Familien Julius, Wilhelm und
August lange als gemeinsame Wohnung. Zuletzt lebte
nur noch Julius' Witwe Adelheid in dem Hause. Als
sich das Geschäft mehr und mehr ausdehnte, wurde
1891 auch die Wohnhälfte mit zur Fabrik gezogen;
sie wurde abgerissen und ein Neubau an ihrer Stelle
errichtet. 1899 fiel auch der stehengebliebene Teil
des alten schönen bergischen Hauses und eine
große einheitliche Fabrik wurde an dieser Stelle
errichtet. Der schöne Garten nach der Wertherstraße
ist wurde jedoch erhalten. Die beiden großen
Rotdornbäume am Straßentor stammten noch
aus dem alten Garten Johann Arnolds am Wupperfelder
Markt.
1854-1866
war Julius Erbslöh Mitglied des Gemeinderates
und des städtischen Sparkassen-Vorstandes. Außerdem
war er langjähriger Repräsentant der lutherischen
Gemeinde Barmen-Wupperfeld und diente derselben 1860/61
auch als Kirchmeister. Er war Mitglied der Kuratorien
der Realschule, des Gymnasiums, der Filial-Töchterschule,
Mitglied des Vorstandes der Oberbarmer Klein-Kinderschule
und seit Gründung des Evangelischen Vereinshauses
Vize-Präses des Verwaltungsrates.
1840 heiratete
er Adelheid Wesenfeld, die Schwester der Frau seines
Bruders Peter Wilhelm. Carl Julius und Adelheid lebten
mit ihren neun Kindern in dem besagten Haus in der
Schönenstraße in Barmen-Wupperfeld, das
jedes Jahr auf dem Titel des erbslöhschen Familienberichtes
abgebildet wird. Hinter dem Wohnhaus lag die Fabrik
an der Wupper. Mit im Haus lebte zeitweise auch Bruder
Carl August (1819 - 1894) mit seiner Frau Wilhelmine
Adeline Caron (1828 - 1900) und seinen Kindern.
Ewald
Erbslöh, der jüngste Sohn, hat 1933 seine
Erinnerungen an das alte Haus Erbslöh in Barmen-Wupperfeld
aufgeschrieben „... um den Nachkommen zu zeigen,
daß in dem alten Hause ein urgesunder, frischer
und fröhlicher Geist herrschte." Es muß
wirklich fröhlich und lebhaft zugegangen sein
in dem so kinderreichen großen Haus, das allein
im ersten und zweiten Stock 24 Wohnräume hatte.
Da die Familien Julius und August nicht etagenweise
getrennt wohnten, muß man es - wie der Chronist
vermerkt - als einen Beweis des „geradezu mustergültigen
Einvernehmens zwischen allen Mitgliedern der Familie
ansehen, daß es niemals irgendwelchen Anlaß
zu Störungen ihres innigen Zusammengehörigkeitsgefühls"
gab. Rücksichtnahme und strenge Regeln, zum Beispiel
in der Benutzung der verschiedenen Gartenplätze
oder der gemeinsam gehaltenen „Equipage", werden zum
Hausfrieden beigetragen haben. Der Hof mit den Nebengebäuden,
der Remise, dem Pferdestall, der Obstgarten, vor allem
aber der Mühlgraben, der zwischen dem Haupthaus
und dem Fabrikgebäude floß, waren ein idealer
Abenteuerspielplatz für die Kinder. Kletterübungen
am riesigen Wasserrad, das „Schützen" der Stauvorrichtungen
galten als Mut- und Kraftprobe. Freiwilliges und unfreiwilliges
Bad in dem damals noch glasklaren Wasser war ein besonderer
Spaß.
In der
Remise gab es eine „Chemiestube" für Experimente
der größeren Jungen, während die Kleinen
im Schein der Öllampen am „Kanonenöfchen"
sitzend, die alten Märchen hörten, die auch
heute noch die Kinder entzücken. Besonders prägend
für den Werdegang der Jugend war die enge Verbindung
von Haus und Fabrik nicht nur in räumlicher Hinsicht.
Die Kinder nahmen selbstverständlich an den Festen
und am Alltag der Arbeiter teil. Sie waren von klein
auf in der Fabrik und in den Werkstätten zuhause.
„Mehr als es den Schularbeiten zuträglich
war ..." erinnert sich Ewald. „Es war aber
auch zu verführerisch, bald in der Schreinerei,
bald in der Schmiede, bald in der Buchbinderei sich
betätigen zu können und sich von den wohlwollenden
Meistern zu mancherlei im späteren Leben nützlichen
Handfertigkeiten anleiten zu lassen." Besondere Freude
war es, dabei sein zu dürfen, wenn Vater Julius
oder Onkel August die Plattierarbeit selbst verrichteten
oder die Matt- und Dessinwalzen bedienten." Der
Bericht besagt, daß Julius und August, wie später
Julius' Söhne Julius II und Walter sowie Augusts
Sohn Alexander, diese verantwortungsvollen und körperlich
schweren Arbeiten lange Jahre hindurch selbst ausführten.
33

Wesenfeld,
Adelheid
geb. am 20.01.1821
Barmen-Wupperfeld/Rheinland, gest. am 13.08.1904
Barmen
Geburtsregister:
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
16.02.1821
Taufregister:
PfA Wupperfeld, 34/1821 Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: T,
HK, 8, 9, 75.
Paten: Ferdinand v. Galen auf der Gemarke, Apotheker;
Maria Soph. Henriette Bartels, geb. Waldhausen, Pastor
Bartels in Wupperfeld Ehefrau; Christine Kathaus in
Wupperfeld.
Kinder: 1.: Carl Julius, 12.12.1842-13.03.1929,
Kgl. Preuß. Geh. Kommerzienrat, Großkaufmann
in Barmen, verh. 27.06.1872 mit Laura Wittenstein;
2.: Gustav Adolf, 29.10.1844-21.03.1900, Großkaufmann,
verh. 05.08.1875 mit Anna Linkenbach; 3. Ernst
Ewald, 30.08.1846, Kindstod, 4.: Heinrich
Albert, 06.01.1848-02.03.1912, Großh.
Sächs. Kommerzienrat, Fabrikbesitzer in Eisenach,
siehe „16", 5.: Carl Hugo, 06.02.1850-02.04.1838,
Kgl. Preuß. Kommerzienrat, Großkaufmann
und Fabrikbesitzer in Düsseldorf, verh. 16.11.1882
mit Adele Engels; 6.: Clara Adele, 16.08.1852-12.02.1899,
verh. 27.02.1877 mit Carl Schniewind, Hof- und Domprediger
in Berlin 7.: Anna Sophie, 23.07.1854-01.12.1909
, verh. 08.08.1876 mit Johannes Weiß, Fabrikant
in Reichenbach/Schlesien; 8.: Walter, 20.11.1856-18.10.1927,
Großkaufmann in Barmen, verh. 31.05.1883 mit
Martha Weddigen und 15.11.1906 mit Mathilde Jäger,
verw. Weddigen; 9.: Helene Adelheid, 01.12.1858-24.02.1929,
verh. mit Wilhelm Weskott, Pfarrer in Lütgendortmund;
10.: Gustav Ewald, 30.01.1861-21.01.1942, Dr.
jur., Oberregierungsrat in Potsdam, verh. 28.09.1897
mit Anna Bartels.
Adelheid
war, wie ihre Schwester Emilie, klein von Figur, war
resolut, doch von freundlichem, liebevollem Wesen;
auch sie hielt treu zu Kirche und Gottes Wort. Rüstig
bis ins hohe Alter, fuhr sie noch mit 80 Jahren ohne
Begleitung nach Berlin, um ihren Schwiegersohn, Hofprediger
Schniewind, zu besuchen. Sie starb mit 83 Jahren,
nachdem sie 23 Jahre vorher ihren Mann zu Grabe geleitet
hatte.
Das abgebildete
Gedenkblatt, das Adelheid zu ihrem 70. Geburtstag
gewidmet wurde, zeigt oben links die reformierte Kirche
Barmen, der sie jahrzehntelang treu verbunden war,
in der Rundung das Wohnhaus in der Schönenstraße,
rechts die Firma Wesenfeld, Dicke & Co. ihres
Vaters mit dem im Volksmund „Wesenfelds Esel" genannten
Schornstein und unten links die Apotheke Wesenfeld
in Barmen-Wupperfeld, die ihre Mutter Johanna von
ihrem ersten Mann Rosier in die zweite Ehe mitgebracht
hatte.
64
Erbslöh, Johann Arnold
Kaufmann in Barmen/Rheinland, geb. am 11.12.1764
Hammesberg bei Lüttringhausen/Rheinland, gest. am 11.06.1834
Barmen/Rheinland
Geburtsregister:
PfA Lüttringhausen
Konfession: ev.
Taufdatum:
20.12.1764
Taufregister:
PfA Lüttringhausen Sterberegister:
PfA
Wupperfeld
Heirat: 25.10.1805
Barmen-Wupperfeld
Trauregister: PfA
Wupperfeld
Quellen: T,
HK, S, 1, 8, 9.
Paten: Johann Melchior Blombach, Johannes Arnoldus
Erbsloe, Maria Catharina Wülfing, Anna Catharina
Hülssberg.
Arnold
war der zweite Sohn, das dritte Kind von Johannes
Erbslöh und Helena Maria Spiecker. Seinen Namen
erhielt er wohl nach dem seines Paten Johann Arnold
Erbsloe, eines Halbvetters seines Vaters, 1739 -1797
lebend.
Arnold
widmete sich dem Kaufmannsstand und verließ
früh das elterliche Haus. Bei Siepermann in Barmen,
einem Spezerei-Geschäft, trat er als Lehrling
ein und schreibt darüber in seinem uns erhaltenen
Notizbuch:
„Bey
Herrn Siepermann à Gemarcke in Dienst gekommen
im Jahr 1787 d. 1. Juny, welcher Dienst auf drey Jahre
feste stehet und also bis 1790 d. 1. Juny ohne einen
Lohn wieder aus. - Auf ferner: wieder einen Accord
gemacht, auf drey Jahr von dato 1790 an bis 1793,
und in diesen Jahren an Lohn einig geworden. Dass
1 Jahr 1790-91 Rthlr. 40. Dass 2. Jahr 91-92 Rthlr.
50 und dass 3 Jahr 92-93 Rthlr. 60. - Auf ferner wieder
von 93-94 vereinigt und an Lohn Rthlr. 60. - Auf ferner
wieder von 94-95 vereinigt und an Lohn Rthlr. 70.
- Auf ferner wieder von 95-96 vereinigt und an Lohn
Rthlr. 70."
Er war
ein fleißiger, strebsamer junger Mann, und scheint
sich während seiner Lehr- und Lernzeit ein kleines
Kapital gespart und erworben zu haben, indem er auch
kleine Geschäfte für sich während derselben
machte. In seinem Notizbuche finden wir Berichte über
Geschäfte mit Tabaksbeuteln und „Seekatzen"-Fellen
(wohl Meerschweinchen) sowie aus den Jahren 1793-1795
Notizen über Seidenband, Schuh- und Hosenschnallen
für seinen Bruder Peter Engelbert, ein paar silberne
Schnallen für seine Schwester Maria Magdalena,
„An Einen Hutmacher Eine Schnur verkauft vor 35
stbr." und andere mehr, die solches illustrieren.
Er scheint überhaupt Einkäufe und Geldauslagen
für seine Familie gemacht zu haben und häufig
sollen von ihm die Gelder für die Fuhrleute seines
Vaters vorgeschossen worden sein. Anfangs 1800 fing
er im Hause seines Vaters auf Wupperfeld selbständig
ein Spezerei-Geschäft an, das sich bald entwickelte
und zu hoher Blüte gelangte. Er pachtete das
Haus für 215 Thaler. Das Hauptbuch von 1800 bis
1804 weist schon 435 Kunden auf.
Im Merkantilischen
Handbuch fürs Großherzogtum Berg, von Joh.
Jacob Ohm, Elberfeld 1809 steht auf Seite 5 unter
Fabrikanten und Kaufleuten in Barmen seine Firma als
„Erbslöh Joh. Arnold, holländische Waren,
Pottasche und sonstige Winkelswaren". Die ersten Eintragungen
in seinem Journal vom Mai 1800 lauten über Einkauf
von Fässern, Thran, Leynöhl, Bleyweiss,
Reiss, Rosinen, Ballen Java Café, dann aber
auch 500 Stück Schreibfedern, 12 Stück große
feine Seehundsfelle, 2 Kisten lange pypen und 10 Mändges
Mutse Pypen (letztere aus Gouda in Holland), und ein
Faß Tubak veranschaulichen die Vielseitigkeit
seines Betriebes.
Einen
großen Aufschwung nahm das Geschäft, als
er anfing, als erster im Wuppertal direkt aus Italien
das von den Türkisch Rotfärbereien gebrauchte
Olivenöl zu importieren, das er in großen
Zisternen in seinem Hause aufspeicherte. Bedeutend
war auch sein Handel mit Pottasche für die vielen
Bleichereien im Tale. So kam er bald zu Wohlstand
und dehnte sein Geschäft auch im Engros-Betrieb
immer weiter aus. Bilanzen soll er zwar nach mündlicher
Überlieferung nie gemacht haben und auf diesbezügliche
Anfragen stets geantwortet haben „ob man etwas verdient
habe oder nicht, spüre man doch im Rücken".
Um sogenannte gute Freunde abzuschrecken, hatte er
in seinem Geschäftslokale ein Schild mit folgender
Inschrift an sichtbarer Stelle aufgehängt: „Viel
besser ist des Freundes erster Zorn, Als mit der Freundschaft
auch das Geld verlor'n!"
Im Jahre
1803 wurde er Mitglied des Presbyteriums der lutherischen
Gemeinde Wupperfeld und wird als „einer der 6 Ältesten
der Gemeinde" genannt.
Johann
Arnold besuchte regelmäßig die Frankfurter
Messe; auf einer dieser Reisen lernte er Anna Maria
Garnich, die Tochter von Joh. Heinrich Garnich vom
Porterhof bei Vohwinkel kennen, die er am 25. Oktober
1805 heiratete und mit der er 27 Jahre in glücklicher
Ehe lebte. Das Ehepaar hatte 12 Kinder, von denen
jedoch 5 im zarten Kindesalter, eine Tochter Johanna
Maria mit 22 und eine Tochter Anna Helene mit 19 Jahren,
beide an der Schwindsucht, starben.
Daß
es Johann Arnold nicht an schlagfertigem Humor fehlte,
beweisen folgende kleine Geschichten: Der Obstreichtum
des großen Erbslöh'schen Gartens fand natürlich
viele Liebhaber unter der Wupperfelder Jugend. Als
Johann Arnold die ewigen Diebstähle zuviel wurden,
ließ er eines abends seine Söhne in die
Obstbäume klettern und begab sich dann selbst
mit einer Flinte bewaffnet in den Garten. Verschiedene
Luftschüsse lösten bei den Söhnen,
wie vorher abgesprochen, ein schreckliches Jammergeschrei
aus, die ganze Nachbarschaft hörte mit Entsetzen,
daß der Erbslöh erbarmungslos auf stehlende
Jungens schoß und in Zukunft hatte Erbslöhs
Garten und sein Obst Ruhe vor Unbefugten.
Als die
Russen 1813 in Barmen im Quartier lagen, forderten
sie zum großen Ärger Johann Arnolds große
Mengen Schnaps als Wegzehrung. Ein besonders durstiger
Soldat kehrte sogar auf dem Marsche um und versuchte,
sich eine extra Libation des beliebten Getränkes
zu verschaffen. Johann Arnold war nicht nur gegen
diese Bitte taub, sondern lieh seinen Ermahnungen
auch mit Hilfe einiger Knechte und ungebrannter Asche
drastischen Ausdruck.
Zwei Jahre
nach dem Tode seiner Frau starb Johann Arnold. Seine
Kinder widmeten ihm folgenden Nachruf:
„Es
gefiel dem lieben Gott unsern innig geliebten Vater
Joh. Arnold Erbslöh diese Nacht um einhalb zwei
Uhr in einem Alter von 70 Jahren dem Irdischen zu
entreißen, um ihn dort oben den Seinigen ihm
schon früher Vorangegangenen wieder zu schenken.
Sanft und ruhig war sein Ende, wie er während
seiner neunwöchentlichen Abzehrungskrankheit
in Gottes Willen ergeben war. Ihn dort, wo keine Trennung
und kein Schmerz mehr ist, wieder zu finden ist unser
Trost. Diese Trauer-Anzeige widmen theilnehmenden
Verwandten und Freunden Die Kinder des Verstorbenen.
Barmen den 11 Juny 1834."
65
Garnich, Anna Maria
, geb. am 28.10.1780
Pilghausen bei Solingen/Rheinland, gest. am 18.02.1832
Barmen/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: HK,
1, 8, 9.
Kinder:
1.: Johann Arnold, 24.09.1806-02.06.1887, Kaufmann,
übernahm das väterliche Geschäft, verh.
mit Amalie Siepermann. 2.: Johanna Maria, 25.05.1808-31.08.1830,
3.: Peter Wilhelm, 24.04.1810-19.01.1859, Kaufmann
und Fabrikant, verschiedene Geschäftsbeteiligungen,
u.a. zusammen mit seinen Brüdern Julius und August,
verh. mit Emilie Wesenfeld, 4.: Carl Friedrich, 24.12.1811-23.10.1866,
Kaufmann, verh. mit Louise Henriette Lohmann, 5.: Carl
Julius, siehe „32", 6.: Anna Helene, 10.10.1815-02.11.1834,
7.: Carl August, 18.09.1817, Kindstod, 8.: Carl
August, 06.06.1819-29.08.1894, Kaufmann und Fabrikant,
Teilhaber der Firma Julius und August Erbslöh,
verh. mit Wilhelmine Adeline Caron, 9.: Ferdinand,
02.02.1821, Kindstod, 10.: Charlotte: 13.04.1823,
Kindstod, 11.: Charlotte, 27.09.1824, Kindstod,
12.: Maria, 26.12.1828, Kindstod.
Als Johann
Arnold Erbslöh 1832 seine Frau verlor, zeigte
er ihren Tod mit folgender Anzeige an:
„Es
hat dem lieben Gott gefallen, heute Mittag um 12 Uhr
meine theure Gattin Johanna Marie geb. Garnich im
52. Jahr ihres thätigen Lebens und im 27 sten
unserer vergnügtesten Ehe zu sich in die Ewigkeit
zu nehmen. Sie litt ungefähr 3 Monate an einem
heftigen Husten, wobei sie, obschon sie sehr und schnell
abnahm, sich doch lange aufrecht erhielt und ihr Leiden
mit jener der gläubigen Seelen eigenthümlichen
Geduld ertrug. Sanft war ihr Ende und ohne den geringsten
Klageton entschlummerte sie in der Gewißheit
einer baldigen Vereinigung mit ihrem Erlöser
und den ihr vorangegangenen Lieben. Ich beweine eine
liebende Gefährtin meines Lebens und meine sechs
Theils unmündigen Kinder eine sorgsame und gute
Mutter. Tief ist die Wunde, die der Herr schlug, doch
er wird es auch an Balsam nicht fehlen lassen und
die süße Hoffnung des dereinstigen Wiedersehens
in einem besseren Leben ist mein Pilgerstab durch
dies für mich jetzt so öde Leben. Ich widme
meinen auswärtigen Verwandten und Freunden diese
Trauer-Anzeige und bin von ihrer innigen Teilnahme
überzeugt. Barmen 18 Februar 1832."
66

Wesenfeld,
Carl Stephan Ludwig
Apotheker und Fabrikant in Barmen, geb. am 18.06.1768
Schlagenthin bei Arnswalde in der Neumark, gest. am 15.02.1844
Barmen/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
28.06.1768
Taufregister:
Stargard i. Pommern durch den Oheim Pfr.
Cornelius Jakob Wesenfeld Sterberegister:
Heirat: 28.08.1813
Barmen
Trauregister: PfA
Gemarke
Quellen: 2,
8, 9, 45, 47, 48.
Paten:
1.: Carl Adolph von Jargow, Erbherr auf Rakow und
Schlagenthien, Hauptmann, 2: Carl Friedrich Schmidt,
Pächter zu Rietzig, 3.: Stadt-Secretär
Kuntze aus Arnswalde, 4.: Martin Gottlieb Schmidt,
Amtmann zu Schultzendorff, 5.: Sophia Bones,
geb. Westphalin(?), 6.: des Hofpredigers Bones
zu Schlagenthin Eheliebste, 7.: des Oberbürgermeisters
zu Arnswalde H. Gerbet Gemahlin, 8.: Frau Stadtsecretär
Kuntze zu Arnswalde, geb. Benickendorff.
Kinder ex 1, alle in Barmen/Rheinland geboren: 1.:
Carl, 31.07.1800, Kindstod, 2.: Sophie
Louisa Wilhelmina, 21.03.1803, verh. Diedr. Maximilian
Wilh. Theod. Gustav Hammerschmidt, Apotheker
in Steele/Ruhr und Köln/Rhein, 3.: Carl
Friedrich, 03.02.1807, bei Geburt gestorben.
Kinder ex 2: siehe „67".
Carl -
so war sein Rufname - wurde zu Schlagenthin bei Arnswalde
in der Neumark am 18. Juni 1768 geboren und am 28.
Juni in Stargard i/Pomm. von dem Oheim, Pfarrer Cornelius
Jakob Wesenfeld, getauft.
Der Knabe
wuchs auf dem vom Vater verwalteten Hofe auf, mußte
dann aber das Los der Gutskinder auf dem Lande teilen
und eine auswärtige Schule besuchen. In Landsberg
war der 7 Jahre ältere Bruder Gymnasiast; für
Stargard hätte der Umstand gesprochen, daß
dort noch drei der Oheime wohnten. Von etwa 1780 ab
wird Küstrin in Betracht gekommen sein. In Berlin
lebte und lehrte noch bis 1784 der Großohm Carl
Ludwig Wesenfeld, des Vaters Pate, als Professor am
Joachimthalischen Gymnasium. Genaueres wissen wir
nicht. Jedenfalls ersehen wir aus einem Kirchenzeugnis
am 13.09.1787, daß Carl sich vor seinem 19.
Jahr gewisse Zeit in Berlin aufgehalten hat und sich
für den Apothekerberuf vorbereitete. Des Professor
Wesenfeld Gattin, geborene Heinius, wird ihn wohl
damals beherbergt haben.
Carl trat
bei dem preußischen Militär ein und brachte
es dort zum „Feldapotheker". Als solcher kam er mit
den Truppen in den Westen. Nach dem Frieden von Campo
formio am 17.Oktober 1797 wurden die im Bergischen
und Märkischen noch verbliebenen preußischen
Truppenteile größtenteils entlassen. Da
wird sich auch Carl vom Militär haben lösen
können. Er kam nach Schwelm in der Grafschaft
Mark und wurde Geschäftsführer in der Apotheke
der Witwe Petersen, Maria Catharina, geb. Wülfing.
Der sicherlich
von seinen Verwandten in Geldern, welche dem Collegium
medicum für die preußischen Westprovinzen
dort nahestanden, bestens empfohlene junge „Feldapotheker"
Wesenfeld führte etwa zwei oder drei Jahre lang
das Geschäft der Witwe, sah sich aber dann nach
einem eigenen selbständigen Betriebe um. Er fand,
was er suchte, in Barmen-Wupperfeld, worüber
in Quelle „47" folgendes zu lesen ist.
„Die
in Wupperfeld auf den Apotheker Herrn Wesenfeld mit
gnädigstem Privilegio übertragene Scheidische
Apotheke ist am 9ten dieses von Consilii Medici wegen
visitirt, und bey dieser Untersuchung so befunden
worden, daß dieselbe dem Publikum andurch bestens
darf empfohlen werden. Düsseldorf den 11ten Dez.
1799. Vor. Consilii Medici wegen, Kayser, actuarius."
Carl Stephan
Ludwig Wesenfeld hatte demnach im Jahre 1799 die Konzession
der heute Löwenapotheke genannten Apotheke erworben,
wozu er seine Ersparnisse verwandte. Möglicherweise
ist ihm dabei auch die Witwe Petersen behilflich gewesen,
um deren Tochter Carl freite.
Carls
Bewerbung um die Hand der Tochter der Witwe Petersen
Anna Sophia Lisette Petersen war von Erfolg gekrönt.
Etwa ein halbes Jahr nach der Übernahme der Löwenapotheke
führte er seine Braut heim und ließ sich
mit ihr in der lutherischen Gemeinde Schwelm am 16.Juni
1799 trauen. Das Kirchenbuch meldet dazu, daß
der Bräutigam reformierter Konfession sei. Eine
solche Ehe zwischen Reformierten und Lutheranern sah
man damals noch als eine „Mischehe" an, denn eine
jede der beiden evangelischen Konfessionen grenzte
sich von der anderen noch säuberlich ab. In der
Praxis hatte das freilich bei dem vorhandenen Verständnis
füreinander keine weiteren üblen Folgen,
zumal wenn, wie in unserem Falle, bei der Eheschließung
ausgemacht war, daß die etwaigen Söhne
in der Konfession des Vaters, Töchter aber in
der der Mutter getauft und unterrichtet werden sollten.
Lisette
war als Tochter des Rektors Johann Wilhelm Petersen
und seiner Gattin Maria Catharina, geb. Wülfing,
in Iserlohn geboren und dort am 22. Februar 1777 getauft.
Sie war bei ihrer Vermählung 22 Jahre alt, während
ihr Gatte 31 Lenze zählte. Mit 8 Jahren hatte
Lisette ihren Vater durch den Tod verloren und war
mit Mutter und Geschwistern nach Schwelm übergesiedelt.
Carl und
Lisette, die drei Kinder hatten, von denen das dritte
bei Geburt verstarb, wohnten in der Apotheke selber,
Wülfinger Rotte No. 414. Hier verlebten sie dreizehn
glückliche Jahre. Im Mai 1811 verlor Lisette
ihre noch nicht 60jährige Mutter in Schwelm,
und auch ein anderes Ereignis trat ein, welches die
Eltern tief bewegte. Der hoffnungsvolle elfjährige
einzige Sohn Carl wurde ihnen am 3. Mai 1812 durch
den Tod entrissen. Auch Lisettens Kräfte begannen
zu versagen, nur ein halbes Jahr später, am 2.
Oktober 1812 morgens 7 Uhr, folgte sie, im 36ten Jahr
ihres Lebens stehend, ihrem Söhnlein in die Ewigkeit
nach.
Allein
stand der Witwer mit seinem 9jährigen Töchterlein.
Er entschloß sich nach der Trauerzeit zu einer
Wiederverheiratung, und da waren es die dauernd engen
und freundschaftlichen Beziehungen zu den Petersens,
welche ihm die Wege dazu ebneten. Der Schwager Gottlieb
Petersen hatte eine Lüdenscheiderin geheiratet.
Dort in Lüdenscheid lebte des Kollegen und Nachfolgers
des Schwiegervaters Petersen im Rektorat in Iserlohn,
des Konrektors Diedrich Hermann Rosier, Witwe. Diese
ungefähr im Alter der verstorbenen Lisette stehende
Dame lernte Carl Wesenfeld kennen. Sie hieß
Johanna Ernestine Clara Jellinghaus und war
in Lippstadt, wenige Monate nach dem Tode ihres Vaters,
am 3. April 1779, geboren. Sie wurde Carls zweite
Ehefrau und brachte den aus ihrer ersten Ehe stammenden
kleinen Gustav mit.
Die Trauung
Carl's und Johanna's fand in Barmen am 28. August
1813 statt. Als Trauzeugen führt das Gemarker
Kirchenbuch an: Heinrich Johann Schneewind, Carl Petersen,
Theodor Dünnweg und Phillip Kayser.
Einige
Jahre nach seiner zweiten Verheiratung beschäftigte
sich Carl Wesenfeld mit dem Plane, der Apotheke eine
freiere und geeignetere Lage zu geben und gleichzeitig
eine geräumigere Wohnung zu gewinnen. Laut Akt
vor Notar Leopold Alhaus v. 10. Okt.1816 kaufte er
zu diesen Zwecken für 2000 Reichstaler courant
einen Platz nebst zu einem Hausbau bereits gelegten
Fundamenten „auf privatpfächtigem Grunde" der
Majorennen der Witwe Peter von Carnap geb. Wülfing,
womit er eine Erbpachtpflicht von 27 Reichsthaler
26 ½ Stüb. jährlich übernahm. (Laut
notariellem Akt v. 26.06.1851 löste Carls Sohn
später die Erbpacht ab.)
Carl errichtete
das noch heute (1929) bestehende Apothekengebäude
mit reichlichen Wohnräumen im ersten Stock, Stallung
und Einfahrt, und behielt noch ein hübsches Stück
Garten dabei.
Vermutlich
waren es auch zum Teil Rosiersche Gelder, von Johanna
mit in die Ehe gebracht, welche zum Bau der Apotheke
verwandt wurden. Carl ließ den jungen Rosier
zum Apotheker ausbilden und übergab ihm i. J.
1829 die Führung und später auch das Grundstück
der Apotheke.
Carl und
Johanna bekamen 2 Söhne und 2 Töchter, von
denen erstere im Bekenntnis des Vaters, letztere in
dem der Mutter getauft wurden.
Es war
ein kühner Schritt, den Carl wagte, indem er
sich 1829 entschloß, den Apothekerberuf mit
dem Kaufmannsstande zu vertauschen. Mit dem Schwager
Carl Gottlieb Petersen in Schwelm und einem Herrn
Carl Vockeroth zusammen begründete er eine Schwefelsäure-Fabrik
auf dem Grunde des Clever Gutes im sogen. Clever Tal
in Oberbarmen am Ufer der Wupper.
Die Schwefelsäure
wird durch Destillation von Eisenvitriolerz gewonnen.
Bekanntlich lieferten die „Roten Berge" am Schwelmer
Brunnen u. a. dieses Material. Man verwandte große
Thonretorten zur Destillation des Erzes und fing den
Dampf auf. Dieser wird dickflüssig wie Öl,
daher auch der Name Vitriolöl. Seit Jahrhunderten
war die Stadt Nordhausen die Versorgerin des Marktes
mit diesem Artikel. Kommt das Vitriolöl an die
Luft, so entwickelt es sogen. englische Schwefelsäure.
Da nun die Schwefelsäure sehr teuer war, begannen
die Engländer damals schon bald, sie aus Schwefel
in Verbindung mit Salpetersäure darzustellen.
Dieses Verfahren verbilligte den Preis bedeutend;
man konnte mit der Zeit einen Zentner für dasselbe
Geld erhalten, welches man früher für ein
paar Pfund hatte zahlen müssen. Konnte in der
ersten Zeit die Fabrik im Clevertal guten Fortgang
versprechen, so mußte sie auf die Dauer unter
dem neuen Vorgehen der Engländer leiden. Kostspielige
Anlagen, Bauten und Maschinen wurden notwendig, um
den technischen Fortschritten gerecht zu werden und
wenn es auch Carl Wesenfeld gelang, 12000 Reichsthaler
zu 4 ½ % bei dem Rentner Peter de Weerth in Elberfeld
(Akt. v. 7.11.1831) gegen Verpfändung seines
ganzen Immobiliarbesitzes (Fabrikgebäude, die
zwei Wohnhäuser und das ganze Gut auf dem Clev,
wie auch Apotheke mit Remise und Hofplatz) aufzunehmen,
genügten offenbar die Mittel nicht. Auch waren
Carl und sein Schwager Petersen von Hause aus keine
Kaufleute. Es drohte dem Unternehmen eine ernste Krisis.
Mit dem 1. Januar 1836 schied C. Vockeroth aus der
Firma. Da entschlossen sich die Inhaber, Carls Sohn,
Carl Ludwig Wesenfeld jun., der gerade in Düsseldorf
seinen militärischen Dienst vollendet hatte,
und dem eine gediegene kaufmännische Ausbildung
zur Seite stand, zur Mitarbeit heranzuziehen. Dieser
jungen Kraft sollte es gelingen, die Krise abzuwenden
und das Unternehmen in die Höhe zu bringen. Am
1.Januar 1840 wurde Wesenfeld jun. nach erfolgreicher
Mitwirkung zum Teilhaber aufgenommen.
Carl Wesenfeld
verfolgte mit Weitblick und Tatkraft sein Ziel, und
es ist ihm als besonderes Verdienst anzurechnen, daß
er Barmen einen neuen Industriezweig schenkte, den
der Fabrikation chemischer Produkte. So hat u. a.
Friedrich Bayer, der erfolgreiche Gründer der
Farbenfabriken Friedrich Bayer & Co. in Barmen
und Elberfeld, durch seine Tätigkeit in der Clevertaler
Fabrik, in welcher er als Lehrling begann, emporstieg
und endlich die Stelle eines Direktors bekleidete,
Kraft und Anregung für seine große spätere
Schöpfung empfangen.
Außerhalb
der geschäftlichen Tätigkeit beteiligte
sich Carl Wesenfeld auch an dem kirchlichen Leben
Barmens. Den Traditionen seiner Familie getreu hielt
er sich zur reformierten Gemeinde Gemarke. Auf dem
im Jahre 1793 angelegten Gottesacker dieser Gemeinde
kaufte er am 1. Juni 1812 eine Erbbegräbnisstätte.
1823 wurde er Ältester und im folgenden Jahr
Scholarch. Zweifellos hat er auch der im Jahre 1820
ins Leben gerufenen Repräsentation der Gemeinde
angehört, da es Sitte war, die verdienten abgegangenen
Presbyter in diese Körperschaft aufzunehmen.
Carls
Tage neigten sich ihrem Ende zu. Stiller wurde es
im Hause auf dem Clev, nachdem die Töchter ihren
Männern gefolgt waren. Vier Enkelkinder durfte
er noch begrüßen und im Juni 1843 auch
die Hochzeit seines Sohnes und Erben mit einer Tochter
aus der befreundeten Familie Schniewind erleben. Am
15.Februar 1844 beschloß Carl Stephan Ludwig
Wesenfeld in Barmen sein 75jähriges, bewegtes,
an Sorgen und Mühen, aber auch an Segen reiches
Leben.
67

Jellinghaus,
Johanna Ernestine Klara
, geb. am 03.04.1779
Lippstadt/Westfalen, gest. am 12.02.1861
Barmen/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
05.04.1779
Taufregister:
PfA Lippstadt, 3/143/1779 Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: T,
2, 8, 9.
Kinder,
alle in Barmen/Rheinland geboren: 1.: Emilie, 27.05.1814,
verh. 08.05.1838 mit Peter Wilhelm Erbslöh,
Großkaufmann in Elberfeld/Rheinland und Bruder
des Julius Erbslöh („32"), 2.: Carl
Ludwig, 19.01.1816, Fabrikbesitzer, Kgl. Preuß.
Commercienrat, Beigeordneter der Stadt Barmen, Erfinder
des Wellblechs, 3.: Friedrich, 29.06.1818, Kindstod,
4.: Adelheid, siehe „33".
Nach dem
Tode ihres Mannes zog die Witwe Johanna geb. Jellinghaus
im Jahre 1850 zu ihrer Tochter Adelheid, der Gattin
Julius Erbslöhs. Als hochgeehrte und geliebte
Großmutter lebte sie hinfort unter der treuen
Pflege der Tochter in dem Erbslöh'schen Hause,
dessen großer Vorgarten an die Berlinerstraße
stieß. Rüstig bis zuletzt wurde sie mit
fast 82 Jahren am 12. Februar 1861 durch einen unerwartet
eintretenden Tod heimgerufen. Pastor Kirschstein schilderte
an ihrem Sarge ihre große Geduld in Leidens-
und Sorgenzeiten, ihr festes Halten an Gottes Wort,
Gebet und Sakrament und ihren Fleiß im Besuch
der Gottesdienste in der Kirche.
Johanna
stammt aus einem lutherischen Pfarrersgeschlecht.
Der Jellinghaus Ursprung hat wohl zweifellos in einem
der Höfe auf Jellinghausen im Kirchspiel Voerde
unweit Schwelm gelegen. In den Höfen auf „-inghausen"
sind in dieser Gegend die ältesten Ansiedlungen
zu sehen. Das „-ing" weist nach uraltem Sprachgebrauch
auf eine Sippe, und ein „-inghausen" zeigt die gemeinsame
Niederlassung einer solchen Sippe. Der Wortstamm „Jel"
ist schwer zu erklären; vielleicht ist er durch
Umstellung zum nordischen „haeill, heill" = Heil,
Glück zu sehen? Von Voerde aus führt eine
Landstraße direkt nach Halver, wo wir den ersten
uns bekannt gewordenen Stammvater antreffen (siehe
„536").
128
Erbslöh, Johannes
Ackerer und Fuhrmann zu Hammesberg bei Lüttringhausen,
Konsistorial, geb. am 03.07.1732
Lüttringhausen/Rheinland, gest. am 14.02.1814
Hammesberg bei Lüttringhausen
Geburtsregister:
PfA Lüttringhausen
Konfession: ev.
Taufdatum:
28.07.1732
Taufregister:
PfA Lüttringhausen Sterberegister:
PfA
Lüttringhausen
Heirat: 07.05.1759
Trauregister: Quellen: T,
HK, S, 1, 8.
Paten: 1.: Johann Buer aufm Buer; 2.: Johann Peter
Ritterhaußen; 3.: Anna Elisabeth Bergmann, 4.:
Maria Catharina Stursberg.
Im Alter
von 27 Jahren wurde Johannes junior das Erbgut auf
dem Hammesberg von seinem Vater übertragen, „dah
Johannes Erbslö Wittwer zum Hammesberg in seinem
Hohen alter nicht mehr im stande sich befindet sein
Erbguht zu verwalten". Im selben Jahr der Übertragung
heiratet er. Seine Heiratseintragung im Lüttringhauser
Kirchenbuch lautet:
„1759
den 7 May ist Johannes Erbslöhe, Johannes Erbslöhe
auffm Hammesberge ehelicher Sohn und Helena Maria
Spiecker weyland Johannes Spiecker auf Scharpennacken
nachgelassene eheliche Tochter im nahmen des dreyeinigen
Gottes copulieret worden."
Johannes
war ein tätiger, weitblickender Mann; neben seiner
Ackerwirtschaft und Verwaltung des Gutes richtete
er ein Fuhrgeschäft ein, hielt dafür 7 Pferde
und transportierte den bergischen Stahlfabrikanten
die Eisen- und Stahlwaren von ihren Hämmern in
die Läger der Stadt; den Barmer Fabrikanten beförderte
er ihre Waren und Erzeugnisse nach Belgien, Holland
und Frankreich.
In Kirchenämtern
war er tätig als Konsistorial. Die durch das
Konsistorium gewählten Konsistorialen, aus deren
Zahl wieder die Kirchmeister, Provisoren, Scholarchen
und Ältesten gewählt wurden, mußten
Beerbte und Eingesessene sowie großjährig
sein, ein eigenes Gewerbe haben und einen christlichen
Lebenswandel führen. Die Amtsdauer war zwei Jahre.
Die Ausscheidenden schlugen ihre Nachfolger vor.
Neben
der Vergrößerung des Erbgutes - so kaufte
Johannes 1792 den 183 Ruthen großen Ort Busch
für 20 Taler - dehnte er seine Besitzungen auch
noch weiter aus. Anfangs der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts
übernahm er von der Wwe. Carnap, geborene Wülfing,
in Barmen ein größeres Grundstück
auf Wupperfeld in Erbpacht und errichtete auf demselben
ein Doppelhaus. Die jährliche Erbpacht betrug
26,52 ½ Thaler.
Bei
Antritt der Erbpacht zahlt der Erbpächter an
den Grundeigentümer ein Erbstandsgeld, welches
eine Art Kaufgeld für das ihm überlassene
Grundstück bildet. Alljährlich hat er eine
Rente zu entrichten. Er darf das Grundstück nur
mit Genehmigung des Obereigentümers teilen, kann
es aber, falls anderes nicht im Vertrag festgesetzt
ist, frei veräußern, verpfänden und
vererben. Die Genehmigung zur Verpfändung muß
der Obereigentümer geben. Das Grundstück
geht ungeteilt auf den Anerben über, welcher
zur Anerkennung an den Grundherrn ein Laudemium zu
entrichten hat; in der Regel ist der Erbe in absteigender
Richtung hiervon befreit. In Preußen erklärte
das Edikt von 1811 die aus der Erbpacht rührenden
Lasten für ablöslich; das Gesetz vom 2.
März 1850 regelte diese Ablösbarkeit.
Nach der
Familienüberlieferung gab den Anstoß zu
diesem Bau eine große, durch Sturm entwurzelte
Eiche auf dem Hammesberg. Dieses prachtvolle Bauholz
wollte Johannes für sich verwenden und da auf
dem benachbarten Wupperfelde die Kirche im Bau begriffen
(1785 vollendet), die Wupperfelder Gemeinde, bisher
mit Wichlinghausen vereinigt, nach langem Kampfe selbständig
geworden und der Ort im Aufblühen begriffen war
(1785 standen schon vierzig neue Häuser um die
Kirche), so entschloß sich Johannes, dort das
neue Haus zu errichten. Um 1900 wurde es wie folgt
beschrieben:
Das Haus,
ein zweistöckiges Doppelhaus mit Dachausbau im
bergischen Stil, mit Schiefern bekleidet, stand an
der Ecke der jetzigen Bredder- und Wupperfelder-Markt-Straße
am Wupperfelder Markt (1895 trug es die Nummern 85,
85A und 87 Bredderstraße) und wurde gegen 1898
abgerissen, um dem neuen Wupperfelder Postamt Platz
zu machen. Zu diesem Grundstück gehörte
noch weiteres Land, z. B. ist das Gebäude der
Gesellschaft Kunst und Gewerbe auf Erbslöhschem
Grund und Boden errichtet.
1801,
im Alter von 69 Jahren verpachtete Johannes seinen
drei Söhnen Joh. Wilhelm, Peter Engelbert und
Peter Caspar das Erbgut und schenkte ihnen das Fuhrgeschäft
mit den sieben Pferden. Allerdings scheint ihm diese
Schenkung nach kurzer Zeit wieder leid geworden zu
sein, denn es entstand ein Konflikt zwischen Vater
und Söhnen, der indessen bald durch das Nachgeben
des Vaters beigelegt wurde. Die Übertragungs-
und Gerichtsprotokolle sind in der Erbslöh-Chronik
(Quelle 1) nachzulesen. Johannes starb am
14. Februar 1814 im Alter von 82 Jahren.
129
Spiecker, Helena Maria
, geb. am 20.06.1737
Scharpenack bei Barmen/Rheinland, gest. am 23.07.1800
Hammesberg bei Lüttringhausen
Geburtsregister:
Konfession: ev.
Taufdatum:
s.
Geb.
Taufregister:
Sterberegister:
PfA
Lüttrinhausen
Heirat: Trauregister: Quellen: HK,
S, 1, 8.
Kinder: 1.: Johann Wilhelm, 1760-1819, Ackersmann
zu Hammesberg; 2.: Catharina Maria, 1762-1834,
verh. mit J. Pet. Wilh. Abel, Schmidt auf Clausen
Lüttringhausen; 3.: Johann Arnold, siehe
„64", 4.: Peter Engelbert, 1767-1822, Ackersmann
am Heydt, Barmen; 5.: Maria Magdalena, 1768-1834,
verh. mit Pet. Georg Mühlinghaus, Kaufmann in
Barmen; 6.: Anna Catharina, 1770-1803, verh.
mit Peter Wilh. Wülfing, Bandwirker in Barmen;
7.: Peter Caspar, 1773-1854, Fuhrmann zu Barmen;
8.: Maria Gertraudt, 1776, Kindstod, 9.: Maria
Christine, 1779-1830, verh. mit Peter Gottfried Wiescher,
Branntweinbrenner auf Dahl, Barmen; 10.: Johann
Friedrich, 1781-1876, Kaufmann zu Barmen.
Über
Helena Marias Tod schreibt ihr jüngster Sohn
Johann Friedrich in seinem Notizbuch: „Es gefiel dem
lieben Gott, wiewohl es uns sehr schmerzhaft war,
Ihr eine vierteljährige Zährende Krankheit
aufzulegen, wozu sich zuletzt noch die Gelbsucht gesellte,
inden Sie in Ihrem Erlöser sanft und hoffentlich
Seelig entschlafen. Im Jahr 1800 d. 13 July."
130
Garnich, Johann Heinrich
Schreiner und Ackermann zu Pilghausen, geb. am 02.02.1738
Pilghausen bei Solingen/Rheinland, gest. am 12.10.1803
Pilghausen
Geburtsregister:
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
12.02.1738
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 16.05.1778
Solingen
Trauregister: Quellen: 8,
9.
131
Dünnweg, Anna Elisabeth
, geb. am 26.01.1753
Widdert bei Solingen/Rheinland, gest. am 03.01.1828
Solingen/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: 03.02.1753
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 9.
132
Wesenfeld, Johann Arnold
Oberamtmann in Schlagenthin bei Arnswalde/Neumark,
geb. am 07.07.1734
Crossen/Brandenburg, gest. am 18.08.1808
Wutzig nahe Kölzig/Neumark
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: 11.07.1734
Taufregister:
Schloßgemeinde Crossen durch den
Vater Sterberegister:
Heirat: 17.05.1759
Berlin
Trauregister: Quellen: 2,
9.
Paten: Friedrich Heinrich de Bartholdi,
Freiherr von Miercades, Erbherr von Cammendorf etc.;
Karl Ludwig Wesenfeld, stud. jur. (Oheim); Carl August
von Bergen, Prof. med. zu Frankfurt/O., Anna Margaretha
Freifrau v. Schönaich zu Möllendorf, geb.
v. Schlabberndorf; Anna Sophie v. Schönaich,
geb. v. Rhaden.
Des Hofpredigers
in Crossen und dessen zweiter Gattin Anna Jakoba geb.
Versteeg am 7. Juli 1734 geborener und von seinem
Vater am 11. Juli in den heiligen Taufbund aufgenommener
Ältester hieß Johann Arnold Wesenfeld.
Des Vaters knappe Mittel wahrscheinlich, wie auch
persönliche Neigung zu praktischer Tätigkeit
in der Landwirtschaft, welche er auf den Gütern
seiner Paten kennen gelernt haben wird, bewirkten,
daß der Jüngling sich für den Beruf
des Landmannes entschied. Hier konnte er hoffen, es
bald zu einer selbständigen Stellung zu bringen,
zugleich damit den elterlichen Haushalt entlastend.
Über Johann Arnolds Elèvenzeit wissen
wir nichts, finden ihn aber mit 25 Jahren in fester
Position als Gutsverwalter und Amtmann auf dem Gräflich-Finkensteinschen
Gute zu Drehnow, einem Schlesischen Orte unweit Crossen.
Bei diesem Drehnow hatte einst am 10.Oktober 1478
Kurfürst Albrecht von Brandenburg dem unruhigen
„Freibeuter" Herzog Hans von Sagan eine vernichtende
Niederlage beigebracht. In Drehnow war Arnold seiner
kranken Mutter in Crossen nahe, welche nur noch ihren
dreizehnjährigen Jüngsten bei sich hatte.
Diesen, der auch Landwirt wurde, wird er nach der
Mutter Tode zu sich genommen haben.
Arnolds
Anfänge in Drehnow fielen in die Zeit des Siebenjährigen
Krieges. Zwar blieben Crossen und Umgegend, wenn man
von Quartierlasten und Krankheiten absieht, bis Ende
Juli 1759, als bis wenige Monate nach Arnolds Hochzeit
verschont, dann aber brachten die wüsten Russen
Not und Schrecken über die ganze Gegend. Nach
dem Tode der Kaiserin Elisabeth (5.Juli 1762) verließen
endlich die Russen das Land, und ein Jahr später
brachte dann der Friede von Hubertusburg mit Österreich
wieder friedlichere und ruhigere Zeiten unter den
Fittichen des Preußischen Adlers.
Bald nach
seiner Bestallung in Drehnow ging Johann Arnold auf
die Brautfahrt. Er wandte sich nach Berlin zu seinem
Oheim Carl Ludwig Wesenfeld, dem Professor am Joachimthalischen
Gymnasium, an welchem seine beiden Brüder, Cornelius
Jakob und Anton Conrad, damals ihre Schulzeit verbrachten.
Frau Professor Wesenfeld war die Tochter des Rektors
des Gymnasiums, eine geborene Heinius. Diese vermittelte
die Bekanntschaft Arnolds mit einer ihrer Basen aus
Geldern, Marie Dorothée Philippine Heinius,
die am 17.Mai 1759 in Berlin Johann Arnolds Frau wurde.
Dieser Ehe entsprossen vier Kinder.
Johann
Arnold Wesenfeld wechselte mehrfach seinen Wirkungskreis.
Nach Drehnow finden wir ihn in gleicher Eigenschaft
als Amtmann in Wormsfelde bei Landsberg a/d. Warthe.
Zur Zeit der Geburt seines jüngsten Sohnes war
er Oberamtmann in Schlagenthin bei Arnswalde. Schlagenthin
ist heute ein Gut von 6000 Morgen mit rübenfähigem
Boden, Wiesen und Wald; früher soll das Gut geteilt
gewesen sein in Schlagenthin A und Schlagenthin B.
Es ist nun anzunehmen, daß Johann Arnold etwa
um 1780 in die Nähe der Stadt Küstrin verzog,
um dort längere Jahre zu wirken. Hier in Küstrin
nämlich beschloß seine Gattin Marie Dorothée
Philippine geb. Heinius ihr Leben und fand daselbst
am 3.November 1784 ihre letzte Ruhestätte. Auch
heiratete 1793 in Küstrin die Tochter Charlotte
Sophie. Johann Arnolds letztes Tätigkeitsfeld
war Wutzig bei Woldenberg (nahe Kölzig), Amt
Marienwalde i/d. Neumark, dessen Kirchenbuch uns sein
Ableben zum 18.August 1808 meldet. Er war Witwer geblieben
und stand im 75sten Lebensjahr und im 50sten seiner
Amtstätigkeit und sah seine Kinder alle in gesicherter
und geachteter Lebensstellung.
So spärlich
die Nachrichten sind, welche wir über Johann
Arnold Wesenfeld besitzen, so sehen wir ihn doch bis
zum Ende tätig in seinem Beruf, und so soll nicht
versäumt werden, eine Stelle allgemeiner Charakteristik
aus einem Briefe des Schwiegersohnes Doerry an den
Justizamtmann Friedrich Wilhelm Arnold Wesenfeld,
des Amtmanns Sohn, in Landsberg a/d. Warthe vom 8.11.1821
mitzuteilen, wo es heißt: „Der Fonds seines
(d.i. des Sohnes Otto Doerry) Herzens ist sehr gut,
denn er ist ein Wesenfeld und es liegt das in der
Natur dieser herrlichen Familie."
133
Heinius, Marie Dorothee Philippine
, geb. am 06.10.1731
Geldern bei Wesel/Rheinland, gest. am 03.11.1784
Küstrin/Brandenburg
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
9.
Kinder: 1. Johanna Philippine, 22.02.1760 Drehnow,
verh. Johann Philipp Doerry, Superintendent zu Rossow/Pommern,
2.: Friedrich Wilhelm Arnold, 30.10.1761,
Kgl. Preuß. Justizamtmann in Landsberg/Warthe,
3.: Charlotte Sophie, 25.08.1763, verh. Joh.
August Koeppel, Ev.-ref. Pfarrer in Rosenthal bei
Soldin, 4.: Carl Stephan Ludwig, siehe
„66".
134
Jellinghaus, Thomas Nikolaus
Buchbindermeister in Lippstadt, geb. am 07.01.1729
Lünern/Westfalen, gest. am 05.12.1778
Lippstadt/Westfalen
Geburtsregister:
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
s.
Geb.
Taufregister:
PfA Lünern Sterberegister:
PfA
Lippstadt, 11/4/131
Heirat: 18.05.1762
Lippstadt
Trauregister: PfA
St. Nicolai Lippstadt 1762/32
Quellen: T,
HK, S, 2.
Die elterlichen
Mittel werden nicht ausgereicht haben, ihn studieren
zu lassen. Er erlernte das Buchbinderhandwerk und
verzog nach Lippstadt/Westfalen, wo er 1759 in seiner
Eigenschaft als Handwerkmeister das Bürgerrecht
erwarb.
135
Kellerhaus, Eva Katharina Helena
, geb. am 1740
Lippstadt/Westfalen, gest. am 10.01.1796
Lippstadt
Geburtsregister:
Konfession: ev.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
PfA
Lippstadt 1796/11/4
Heirat: Trauregister: Quellen: S,
2, 9.
Sie heiratete
in zweiter Ehe Daniel Gottlieb Stetter, „Bürger
und Buchbinder auf der Markstraße". Sie starb
„im Alter von 56 Jahren".
256
Erbslö(e), Johannes
Landwirt, Erbauer des Stammhauses auf dem Hammesberg,
geb. am Feb.
1681 Hammesberg bei Lüttringhausen/Rheinland,
gest. am 14.05.1767
Hammesberg
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
PfA
Lüttrinhausen
Heirat: 28.03.1727
Hammesberg
Trauregister: PfA
Lüttringhausen
Quellen: HK,
S, 1, 8, 9.
Johannes
übernahm im Alter von 33 Jahren das väterliche
Erbgut auf dem Hammesberg und fand sich mit seiner
Schwester ab. Aus seinem Leben ist die Urkunde aus
dem Jahr 1743 einer Landvermessung seines Gutes erhalten,
die die einzelnen Parzellen angibt und zusammenfassend
eine Grundstücksgröße von 36 Morgen,
3 v. und 15 rod mit einem Gesamtwert von 385 Thalern
, 1 Albus (= Weißpfennig),
6 Hellern ausweist. Davon muß er an den Kurfürsten
zahlen:
„steuer
in jedem hundert 26 alb 1 h. ahn schatz jährlichs
1 rthl. 17 alb. 4 h. ahn haber ahn Zeitlichen rentmeistern
jährlichs 9 v. 1 Becher 1/4 massger an Hönergelt
jährlichs sechs alb. 4 1/8 h."
Eine andere
Urkunde gibt Auskunft darüber, daß er sich
1748 einen Kirchensitz in der Lüttringhauser
Kirche gekauft hatte.
1750 erbaute
Johannes das noch um 1900 mit Nr. 22 bezeichnete Stammhaus
auf dem Hammesberg. Die Inschrift über der Tür
gibt uns Kunde von der frommen Gesinnung des Erbauers:
„Und was ihr bitten werdet in meinem Namen das wil
ich thun auf daß der vater geehret werde in
dem sohne, evang Joh 14 vers 13 --- das gesetz deines
mundes ist mir lieber den vieltausend stück gold
und silber, psalter 15 vers 72, - Anno 1750 den ersten
maij"
Johannes
bekleidete im kirchlichen Leben das Amt eines Provisors,
wie aus Unterschriften in den Kirchenbüchern
hervorgeht. Im hohen Alter von 78 Jahren übertrug
Johannes sein Erbgut an seinen Sohn Johannes (siehe
„128"). Im Lüttringhausener Kirchenbuch
finden wir folgenden Sterbeeintrag:
„1767
den 14 May der alte Johannes Erbsloe aufm Hammesberge
welcher in seiner 30 jährigen Ehe 4 Kinder nemblich
1 Sohn und 3 Töchter gezeuget, davon der Sohn
und 2 Töchter noch im Leben, im Witwenstande
10 Jahr 4 Monath zugebracht, an einem Fieber wozu
mutmaßlich ein Schlag gestoßen, verstorben
seines Alters 86 Jahr 3 Monath."
257
Stursberg, Anna Maria
, geb. am 19.04.1688
Ronsdorf bei Barmen/Rheinland, gest. am 24.12.1756
Hammesberg bei Lüttringhausen/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
PfA
Lüttringhausen
Heirat: Trauregister: Quellen: HK,
S, 1, 8, 9.
Kinder: 1.: Anna Maria Gertrut, 1727-1736, 2.: Maria
Catharina, 23.07.1729-1794, verh. mit Halbvetter Johannes
Erbschloe, 3.: Johannes, siehe „128",
4.: Anna Catharina, 23.12.1734-1803, verh. mit
Halbvetter Peter Erbschloe.
258
Spiecker, Johannes
„zu Scharpenack", geb. am Dez.
1668 Scharpenack bei Barmen/Rheinland, gest. am 26.05.1749
Lüttringhausen bei Remscheid/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 14.08.1722
Lüttringhausen
Trauregister: Quellen: 8,
9.
259
Blombach, Anna Cat(h)arina
, geb. am 06.01.1704
Lüttringhausen/Rheinland, gest. am 06.06.1739
Lüttringhausen
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: s.
Geb.
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 8,
9.
260
Garnich, Heinrich
, geb. am 23.09.1708
Pilghausen bei Solingen/Rheinland, gest. am 11.01.1757
Solingen
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: s.
Geb.
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 06.12.1736
Solingen
Trauregister: Quellen: 8,
9.
261
Wilms, Gertrud
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 8,
9.
262
Dünweg, Johann Wilhelm
„aus Widdert" bei Solingen, geb. am 10.11.1722
, gest. am vor
1785
Geburtsregister:
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
s.
Geb.
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 12.05.1743
Solingen/Rheinland
Trauregister: Quellen: 9.
263
Paas, Kath. Margarethe
, geb. am 04.06.1714
Solingen/Rheinland, gest. am 02.08.1785
Solingen
Geburtsregister:
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 9.
264
Wesenfeld, Stephan Arnold
Kgl. Preuß. Hofprediger in Crossen/Brandenburg,
geb. am 20.08.1701
Frankfurt/Oder, gest. am 04.04.1756
Crossen/Brandenburg
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 28.07.1733
Danzig
Trauregister: Quellen: 2,
9.
Sohn ex 1: Carl Stephan Ludwig, 1732, Crossen/Oder,
Kinder ex 2: siehe „265".
Stephan
Arnold, ältestes Kind des Frankfurter Professors
Arnold Wesenfeld und dessen Ehegattin Cornelia geb.
Wolters, kam am 20. August 1701 in Frankfurt a/O.
zur Welt. Nach Besuch der reformierten königl.
Friedrichsschule seiner Vaterstadt wandte er sich
dem Studium der Philosophie und Theologie zu, erlangte
in Frankfurt den Grad eines Magisters und dozierte
2 Jahre in Stellvertretung seines Vaters (†1727) an
der dortigen Hochschule Philosophie. Anfang 1728 berief
ihn die reformierte Gemeinde in Preußisch-Holland
(südöstlich von Elbing) zu ihrem Pfarrer.
Dann hören wir, was er über sich selbst
in seiner „Kirchenhistorie der Crossener Schloßkirche"
berichtet:
„Der
noch lebende Hofprediger ist Stephanus Arnoldus Wesenfeld,
gebürtig von Frankfurt an der Oder, welcher erst
als Magister auf der Universität seines abgelebten
Vaters Stellvertreter und bei 2 Jahren docendo et
disputando getrieben, hernach als Prediger nach Preuß.-Holland
berufen worden, wo er über 3 Jahre in officiis
gestanden. Die Vokation nach Crossen hat er anno 1731
den 16. April erhalten, aber wegen des noch nicht
zu Ende gelaufenen Gnadenjahres nicht eher als 1732
den 16. März seine Antrittspredigt halten können,
wo er gleichfalls die Ehre gehabt, von S. hochfreiherrlichen
Gnaden, dem Baron von Schönaich introduciert
zu werden. Er hat die wegen des vorigen Hofpredigers
kränklichen Zustandes eingestellt gewesenen Katechismusübungen
des Sonntags Nachmittags, wie auch die Wiederholung
der gehabten Predigt mit der Jugend wieder angefangen,
das Kirchenarchiv in Ordnung gebracht, die Kirchenbücher
mit nöthigen Registern versehen, die Namen der
sämtlichen Kommunikanten in ein Buch verzeichnet,
ein richtiges Inventarium von den Kirchensachen presbyterialiter
protokolliren lassen, eine Küster-Bestallung
aufgestellt und sonst einige nötige Kleinigkeiten
als eine Kollektenschale, ein Evangelienbuch u.s.w.
angeschafft."
In dieser
„Kirchenhistorie" sammelte Stephan Arnold die älteren
Nachrichten über die Hofprediger und Kantoren,
über deren Einkommen und über die Schloßwohnung;
Jahr für Jahr führte er dann die Chronik
weiter (Original im Crossener Schloßarchiv).
Wir erkennen
hierin, wie andererseits auch in der Verwaltung der
äußeren Dinge des Pfarrers historischen
und systematischen Sinn. Klein an Seelenzahl, mochte
die Gemeinde nicht allzuviele Amtshandlungen verlangen,
daher widmete er sein Bemühen besonders der Jugend.
Über die Wirkungen seiner Arbeit an der Gemeinde
sagt er bescheidenerweise nichts.
In seiner
Frankfurter Dozentenzeit, während deren er bei
der Mutter wohnen konnte, stand Stephan Arnold den
Freunden und Kollegen des Vaters, den Professorenkreisen
nahe. Aus ihnen wählte er, nachdem seine Stellung
in Preußisch-Holland - dem Namen nach wohl eine
Ansiedlung Niederländischer Emigranten - gefestigt
war, seine Lebensgefährtin, welche er am 23.August
1729 in Frankfurt heiratete: Charlotte von Bergen,
Tochter des Professors Dr. med. Johann Georg von Bergen
und der Katharina Elisabeth, geb. Frémont.
Zwei Söhne wurden ihnen geboren, von denen der
erste einjährig starb und der zweite, Carl Stephan
Ludwig, am 17.7.1732 in Crossen geboren, fünfundzwanzigjährig
ein Opfer der Roten Ruhr wurde.
Charlotte
überstand das Wochenbett nicht, sondern erlag
demselben 14 Tage nach der Geburt des Kindes. - Nach
Beendigung des Trauerjahres wandte sich der Witwer
in die Heimat seiner Mutter nach Danzig und vermählte
sich in zweiter Ehe dort zu St.Petri-Pauli am Dienstag
den 28.Juli 1733 mit Anna Jacoba Verstech (Versteeg),
einer Base zweiten Grades. Dieser Ehe entsprossen
6 Kinder, sämtliche in Crossen geboren und von
ihrem Vater getauft.
Vierundzwanzig
Jahre wirkte Hofprediger Stephan Arnold Wesenfeld
an seiner, ihm ans Herz gewachsenen kleinen Crossener
Schloßgemeinde, bis ihn eine anschließend
akute Krankheit auf das letzte Lager warf. Acht Wochen
mußte er leiden, wie es heißt, „am Brustfluß,
Entzündung der Teile in der rechten Seite und
verzehrendem Fieber". Sein Ende trat am Sonntag Judika
den 4. April 1756 nachts halb 12 ein. Am 9. April
wurde er in der Stadtkirche beigesetzt und am 11.April
nachmittags hielt ihm Inspektor Krüger über
den von ihm selbst gewählten Text Psalm 119,
Vers 96 „Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen, aber
Dein Gebot währet" eine gehaltvolle Gedächtnispredigt.
265
Versteeg, Anna Jakoba
, geb. am 01.08.1707
Danzig], gest. am 27.09.1759
Crossen/Brandenburg
Geburtsregister:
St. Elisabeth Danzig
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
9, 29.
Paten: 1.: Pfarrer D. Stephanus Wolters, Großonkel
(„1058"), 2.: Barbara Elisabeth Wolters,
geb. Bergmann, Großtante
Kinder, alle zu Crossen/Oder geboren: 1.: Johann
Arnold, siehe „132", 2.: Cornelius Jakob,
26.03.1736-07.07.1772, Ev.-ref. Pfarrer in Stargard/Pommern,
verh. mit Wilhelmine de la Bruyère, 3.: Anton
Conrad, 02.12.1742, Justiz-Commissar, Advokat und
Richter in Stargard/Pommern, verh. mit Sophie de la
Bruyère, 4.: Anna Charlotte, 1744, 5.: Friedrich
August, 16.10.1746-16.06.1807, Ökonom in Stargard/Pommern.
Über
Anna Jacoba ist bekannt, daß sie nach dem Tode
ihres Mannes in Crossen wohnen blieb und sich der
Erziehung der heranwachsenden Kinder widmete. Ihr
Jüngster war zwölf Jahre alt, als ihr Ende
kam, nachdem sie längere Zeit mit Darm- und Magenbeschwerden
krank gelegen hatte. Die letzte Freude bereitete ihr
die Vermählung ihres ältesten Sohnes Johann
Arnold, der im nahen Drehnow sein junges Glück
gründete. Am 27. September 1759 bettete man Anna
Jacoba in der Stadtkirche zu Crossen an die Seite
ihres Mannes.
266
Heinius, Stephan
Kgl. Preuß. Kriegs- und Domainenrat in Geldern,
geb. am 10.10.1696
Kassel/Hessen, gest. am 04.11.1753
Geldern bei Wesel/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 14.03.1726
Trauregister: Quellen: 2,
9, 28.
Stephan
Heinius bekleidete bei der im Jahre 1713 errichteten
sogenannten Geldrischen Commission den Posten eines
Königl. Preuß. Kriegs- und Domänenrates
bis an sein Lebensende. Als im besonderen Maße
treues und verdientes Mitglied der reformierten Gemeinde
in Geldern wurde er in der dortigen Kirche begraben.
Stephan war der holländischen Sprache mächtig,
was ihm beruflich sehr zustatten kam. Im April 1727
übertrug ihm der König auch die Stelle des
verstorbenen Rats v. Ravenstein als Direktor des Collegium
medicum in Geldern. Auch war er bei der Geldrischen
Commission ständig Secretarius und Archivar.
Er wohnte in Geldern in einem Hause in der Issumer
Straße, welches vor ihm der Geheime Kriegsrat
Otto Friedrich de Saint Paul inne gehabt hatte. Dessen
Tochter Johanna Maria Dorothea wurde 1726 seine Frau.
267
de Saint Paul, Johanna Maria Dorothea
, geb. am 23.03.1709
Köln/Rhein, gest. am 10.03.1789
Geldern bei Wesel/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
9, 28.
Kinder, alle zu Geldern geboren: 1.: Louise Helena
Friederica, 1727, verh. mit Gottfried Bongard, ref.
Pfarrer in Geldern, 2.: Friedrich August, 1729,
Kriegs- und Domänenrat in Geldern, 3.: Maria
Dorothea Philippine, siehe „133", 4.: Carl
Christian Heinrich, 1733, 5.: Maria Catharina
Friederica, 1734, 6.: Charlotte Caroline Amalia,
1736, 7.: Friedrich Wilhelm, 1737, Freicorporal,
8.: Sophia Susanne, 1738, 9.: Barbara Christine,
1741, verh. mit Franz Ludwig Hachelbusch, Kanzlei-Director
bei dem Königl. Administrations-Collegium in
Geldern, 10.: Georg Ludwig Gustav, 1744, Fähnrich
im Bonin'schen Bataillon in Magdeburg, 11.: Albert
Philipp, 1746.
Die
Familie de Saint Paul-Illaire wurde am 22. Juli 1721
in den Preußischen Adelsstand erhoben. Das Wappen
zeigt in Silber einen mit drei silbernen Pilgermuscheln
belegten, roten (?) Schräglinksbalken, begleitet
oben von einem roten Tempelherrnkreuz, unten von einem
grünen Palmzweige. Auf dem gekrönten Helm
das rote Tempelherrnkreuz.
268
Jellinghaus, Heinrich Caspar
Pfarrer in Lünern bei Unna/Westf., geb. am
, gest. am 1749
Lünern/Westfalen
Geburtsregister:
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 07.10.1723
Trauregister: Quellen: 2,
9.
Wurde
1723 Adjunkt seines Vaters und Vikar in Lünern,
wo er später Pfarrer wurde. Ein Bruder, Johan
Friedrich Jellinghaus (verh. 1722 mit Cath. Elisabeth
Friedrichs) war Receptor in Unna.
269
Hömann, Maria Gertrud
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
270
Kellerhaus, Johann Conrad
Kgl. Preuß. Hofrat, Postcommissar und Bürgermeister
in Lippstadt/Westfalen, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
(Die Ahnenschaft ist eine Vermutung)
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
9, 24.
512
Erbslöe, Engelbert
Landwirt auf dem Hammesberg, geb. am 06.05.1647
Erbsschloe bei Lüttringhausen/Rheinland, gest. am 13.04.1704
Hammesberg
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
PfA
Lüttringhausen
Heirat: 15.05.1681
Lüttringhausen
Trauregister: PfA
Lüttringhausen
Quellen: HK,
S, 1, 76.
Engelbert
war der zweite Sohn der Eheleute Johann und Christine
Erbschloe. Er lebte von 1647 bis 1704, war Landwirt
und Gutsbesitzer auf dem Hammesberg und wir finden
in den Lüttringhauser Kirchenregistern folgende
ihn betreffende Eintragungen:
„1680 den 15. Mai copuliret: Engel auf Erbslöe
und Catharina vom Berg copuliret in der Kirchen."
„1704. Dom. Jubilate den 13 April ist Engelbert Erbsloe
auffm Hammesberg wohnhafft gewesen Alter 57 Jahr und
5 Wochen christlich beerdiget worden."
Seine
Frau war eine Enkelin des Hammans Vorm Berg (siehe
„2052"), aus dessen Namen der des Gutes Hammesberg
entstanden ist. Sie hat den ihr zugefallenen Teil
des Hammesberges als Heiratsgut mit in die Ehe gebracht.
Der Hammesberg
liegt südlich von Barmen, nordwestlich, nur wenige
Minuten entfernt, vom Blombacherbach, an der Eisenbahnstrecke
Barmen-Ronsdorf, die eine Brücke dort überschreitet.
Ein steiler Pfad mit Treppen führt vom Blombacherbach
zu ihm; durch das Gehöft führt der Weg südlich
zum Kupferhammer, nördlich zum Barmer Wald. In
einer Schrift über den Kreis Lennep aus dem Jahre
1854 (Quelle „76") heißt es: „Hämmesberg
mit 4 Wohnhäusern und 75 Einwohnern". Um die
Jahrhundertwende (1900) bestand es aus ca. sechs Häusern,
die in Händen verschiedener Besitzer sind. Das
Erbslöhsche Stammgut mit seinem Wohnhaus Nr.
22 befand sich damals im Besitze eines Carl Erbslöh
Blombacherbach, eines Ur-Ur-Ur-Ur-Enkels von Engelbert.
513
vorm Berg, Katharina
, geb. am 1652
Hammesberg bei Lüttringhausen/Rheinland, gest. am 28.09.1718
Hammesberg
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
PfA
Lüttringhausen
Heirat: Trauregister: Quellen: S,
1.
Kinder: 1.: Johannes, siehe „256", 2.: Anna
Gertrud, 1684, verh. 1705 mit Johann Peter Ritterhaus.
Einer
Eintragung in den Lüttringhauser Kirchenregistern
zufolge verstarb Katharina im Jahre 1718:
„1718
den 28 Septembris ist Catharina Erbslöe weyland
Engel Erbslöe auffm Hammesberge 66jährige
Wittib mit Hinterlassung 1 Sohnes und 1 Tochter christlich
beerdigt".
514
Stursberg, Franz
(auf Ronsdorf), geb. am 10.01.1646
, gest. am 26.05.1712
Lüttringhausen bei Remscheid/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 04.08.1683
Trauregister: Quellen: 9.
515
König, Maria
, geb. am
, gest. am 26.01.1736
Lüttringhausen bei Remscheid/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 9.
516
Spieker, Franz
, geb. am 1652
, gest. am 15.04.1694
Lüttringhausen bei Remscheid/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 9.
518
Blombach, Peter II.
„auf Scharpenack", geb. am 1658
Scharpenack bei Barmen/Rheinland, gest. am 15.03.1742
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 27.07.1694
Trauregister: Quellen: 9.
519
Kurts auf der Mühlen, Maria
, geb. am Feb.
1668 , gest. am 01.05.1734
Lüttringhausen bei Remscheid/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 9.
520
Garnich, Johannes
„aus Pilghausen", geb. am 23.06.1672
Solingen/Rheinland, gest. am 19.12.1748
Solingen
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: s.
Geb.
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 16.11.1699
Trauregister: Quellen: 9.
521
Reinshagen, Gertrud
, geb. am 1674
, gest. am 15.04.1750
Solingen/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 9.
522
Wilms, Johann Wilhelm
, geb. am Apr.
1674 Leichlingen/Rheinland, gest. am 30.12.1748
Solingen/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 1704
Trauregister: Quellen: 9.
523
Berger, Eva
, geb. am 18.04.1687
, gest. am vor
1748 Solingen/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 9.
524
Dünweg, Peter
Solingen/Rheinland, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 21.04.1722
Solingen
Trauregister: Quellen: 9.
525
Frantz, Anna Maria
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 9.
526
Paas, Johannes
„Hassen, Ruhden", geb. am 11.08.1680
Remscheid/Rheinland, gest. am 21.12.1745
Solingen/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 1709
Solingen/Rheinland
Trauregister: Quellen: 9.
527
Küpper, Maria
, geb. am 31.03.1692
Solingen/Rheinland, gest. am vor
1729
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: s.
Geb.
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 9.
528

Wesenfeld, Arnold(us) IV. (Arent)
Prof. Dr. phil., Universitätsprofessor, Bürgermeister
in Frankfurt/Oder, geb. am 10.07.1664
Bremen, gest. am 12.10.1727
Frankfurt/Oder
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: s.
Geb.
Taufregister:
Ev. St. Ansgari-Gemeinde Bremen Sterberegister:
Heirat: 20.10.1699
Danzig
Trauregister: Quellen: 2,
9, 45.
Paten:
H. Johannes Risselman SS Theol. Doct. und Professor
zu Frankfurd (Oheim), Frau Alcke Meyers, sal.
Johann Caldtern Wittib (=Witwe),
Johann Kulenkamp.
Arnold
wurde, wie auch sein Bruder den Wissenschaften zugeführt.
Nachdem er zuerst die Lateinschule durchlaufen, trat
Arnold mit 17 Jahren im Jahre 1681 in das Gymnasium
illustre in Bremen als Schüler ein, um dort mehrere
Jahre zuzubringen. Wohl vorbereitet bezog er darauf
die Universität in Frankfurt a./O. und widmete
sich der Theologie und den schönen Wissenschaften.
Für die Leitung des Vaterlosen sorgte der Oheim
Riesselmann.
Arnold
erlangte mit 27 Jahren in öffentlichem Examen
am 17.April 1691 auf Grund einer Dissertation „De
injuria hominis in se, quoad animam et dignitatem
hominis" die philosophische Doktorwürde. Jetzt
durfte er an der Universität Vorlesungen halten
und verdankte es neben der Empfehlung des Oheims Riesselmann
der Fürsprache und dem Vorschlage seines Schwagers
Tido Henrich von der Lith, daß er bereits am
1.Februar des folgenden Jahres als Professor der Logik,
Metaphysik und Ethik bzw. der rationalen und ethischen
Philosophie in das Ordinariat der Hochschule aufgenommen
wurde.
Unter
den Frankfurter Professoren waren außer Prof.
Riesselmann, dem engeren Landsmann, auch Arnolds Oheime
mütterlicherseits, Friedrich Reichel, ein Schlesier,
und Johannes Simoris, ein Anhaltiner, beide als Theologen,
tätig gewesen. Durch diese Verwandtschaften ergaben
sich von selbst die engsten Beziehungen der Wesenfelds
zur Frankfurter Universität, an welcher nun auch
Arnold wirken sollte.
Das
Statut der Universität fand in den Jahren 1609/10
seine definitive Form. Es behandelt auch besonders
die Privilegien und die Pflichten der Lehrer. An der
Spitze des Lehrkörpers steht der Rektor. Seine
Amtszeit dauert in der Regel ein Jahr. Bei der Einführung
übergibt der abgehende Rektor dem Neugewählten
die Universitäts-Insignien, Siegel und beide
Szepter. Der Rektor hat den Vorsitz im von sämtlichen
ordentlichen Professoren gebildeten Senat, wacht über
die Gerechtigkeiten, Privilegien und Einkünfte,
übt Aufsicht über Kirchen und Schulen, handhabt
die Justiz und Polizei an der Universität und
übt dementsprechend die Aufsicht über die
ganze Kommunität aus; auch unterstehen ihm die
Angelegenheiten der Stipendien, Lehen, Kassen und
Bauten. Dazu stehen ihm zur Verfügung: ein Syndikus,
ein Sekretär, ein Rendant, 2 Pedelle, ein Bote
und ein Wärter. Unter dem Rektor hat der Dekan
den ersten Rang unter den Professoren.
Den
Professoren der Frankfurter Alma Mater standen nicht
zu unterschätzende Vorteile zu. Sie besaßen
Accisefreiheit für alle Güter, waren von
Vermögenssteuern befreit; ihre Häuser durften
nicht mit Einquartierung belegt werden; für ihre
Schriften gab es keine Zensur wie anderswo; Witwen
und Kinder behielten den Gerichtsstand des Vaters
(Gerichtsbarkeit der Universität); den Witwen
stand ein Gnadenjahr mit dem vollen Gehalt des verstorbenen
Mannes zu. Auch genossen die Witwen die Vorteile der
aus Stiftungen stammenden Witwen-Fonds. Daß
die Professorenschaft an einer Universität wie
derjenigen von Frankfurt a/O. gesellschaftlich eine
Schicht für sich bildete, konnte sich leicht
aus solcher Sonderstellung ergeben. Die Hervorhebung
des Standes der Lehrenden an den höchsten Schulen
des Landes seitens der Stifter geschah nicht nur im
Interesse der Lehrenden selber, sondern auch in Absicht
einer möglichsten Freiheit der Schüler und
in Hinblick auf die spätere Stellung der durch
die Schule Hindurchgegangenen.
In den
Jahren 1698 und 1703 bekleidete Arnold Wesenfeld das
Rektorat. Er genoß allgemeines Vertrauen auch
in städtischen Kreisen. Die Bürgerschaft
wählte ihn in den Senat und viele Jahre bekleidete
er nebenamtlich die Würde des Zweiten Bürgermeisters
der Stadt. Neben dieser vielseitigen amtlichen Tätigkeit
war Arnold auch schriftstellerisch fruchtbar und gab
eine Reihe von Schriften und Reden zum Druck. Von
Interesse sind seine beiden, in deutscher Sprache
verfaßten Abhandlungen, betitelt: „An die mitten
unter den Christen suchenden aber vergeblich findenden
Heiden"(1718) und „Versuch, wie die Moral unter den
Christen zu verbessern"(1721). Zeigt erstere Schrift
einen klaren Blick in die wirklichen Zustände
der damaligen Christenzeit, so die letztere ein tiefes
Eindringen in die philosophischen Probleme der Zeit.
Philipp Jakob Spener, Prof. theol. und Pfarrer in
Frankfurt a/Main (später Probst an St. Nicolai
in Berlin), hatte 1675 mit seinen „Pia desideria"
großes Aufsehen erregt und auf eine Besserung
des in starrer Orthodoxie verflachten kirchlichen
Christentums hingearbeitet. Die hieraus sich ergebende
innerliche Erneuerungsbewegung, in der Kirchengeschichte
mit dem Ausdruck „Pietismus" bezeichnet, ging zwar
mit Spener von lutherischer Seite aus, fand aber auch
in reformierten Kreisen kräftigen Widerhall.
Arnold griff mit den genannten Traktaten auch in diese
Strömungen ein, in denen auch er eine Besserung
von Wandel und Leben verfocht.
Außer
den bereits erwähnten werden noch folgende Arbeiten
Arnolds genannt: 1692 „Dissertatio de natura definitionis";
1694 „Quatuor dissertationes de Philosophia sectaria
et electiva"; 1696 „Georgica animae et vitae"; 1713
„Passiones animi"; 1721 „Theosophia theoretica practica";
1729 „Methodes differendi et conferendi, h. e. ratio
et via recte disserendi".
Der damals
ausgesprochen reformierte Charakter der Frankfurter
Akademie brachte auch Annäherungen zu den niederländischen
und wallonischen Flüchtlingen, welche infolge
der niederländischen Freiheitskriege und später
der Aufhebung des Ediktes von Nantes sich nach Deutschland
und auch nach der Mark Brandenburg begeben hatten,
mit sich. Uns interessiert speziell die Flüchtlingsfamilie
Wolters. Diese wanderte von Maastricht aus nach Bremen,
Stade und Hamburg ein; Zweige verbreiteten sich nach
Stockholm und Danzig. In letzterer Stadt hatte der
am 16.07.1645 in Hamburg geborene, in Holland Cambridge,
Saumur, Genf, Basel und Heidelberg zum Theologen vorgebildete
Stephan Wolters eine Pfarrstelle an St. Petri-Pauli
erhalten, welche er 44 Jahre in treuer Arbeit verwaltete.
Mit ihm, dem Verfasser mehrerer religiöser Traktate,
wird Arnold das Interesse im Sinne des damals erwachenden
Pietismus geteilt haben. Es kam zu persönlicher
Bekanntschaft, welche zu näherer Verwandtschaft
führte. Arnold lernte Stephans Tochter Cornelia
Wolters kennen und lieben. Am 20.Oktober 1699 fand
die Hochzeit in Danzig statt. In Arnolds und Cornelias
Haus brachte die Kinderschar reiches Leben. Neun Sprößlinge
stellten sich in rascher Folge ein; von ihnen starben
drei Töchter in den ersten Lebensjahren und auch
der Sohn Friedrich Wilhelm verstarb früh.
Von Arnold
Wesenfeld sagt von den Steinen (Quelle „45"), er sei
ein Mann von besonderer Frömmigkeit gewesen,
was sich auch in seinem Hauswesen ausgeprägt
haben wird. 63 Jahre wurde er und segnete das Zeitliche
am 12.Oktober 1727. Die Mutter Cornelia sah ihre fünf
großgewordenen Kinder alle auf dem Wege zu gesicherter
Lebensstellung, ehe auch sie am 28. Januar 1741 verstarb.
529
Wolters, Cornelia
, geb. am 30.06.1678
Danzig, gest. am 28.01.1741
Frankfurt/Oder
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: s.
Geb.
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
9.
Kinder, alle zu Frankfurt/Oder geboren: 1.: Stephan
Arnold, siehe „264", 2.: Barbara Cornelia, 1703,
verh. Volckerhof, 3.: Conrad, 1705, Dr. med.,
Arzt in Frankfurt/Oder, 4.: Friedrich Wilhelm,
1708, 5.: Carl Ludwig, 15.08.1714, Dr. jur.,
Gymn.-Prof. in Hamm/Westf. und Berlin, verh. mit Sophia
Johanna Maria Heinius, 6.: Florentine Anna, 18.08.1715,
verh. a): Joh. Ernst Vigilantius, Kgl. Preuß.
Hofprediger in Breslau, b): David Christian Weisse,
Ökonomie-Inspektor und Bürgermeister in
Frankfurt/Oder, sowie drei Töchter (Kindstod).
530
Versteeg (Verstech),
Anton(ius)
Großkaufmann in Danzig, geb. am 30.08.1676
Danzig, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 09.11.1706
Danzig
Trauregister: PfA
St.Petri-Pauli Danzig, getraut durch den Oheim Pfarrer
D. Stephanus Wolters
Quellen: 2,
9, 29.
Der Danziger
Großkaufmann Antoni Versteeg kam, wahrscheinlich
durch seine geschäftlichen Unternehmungen, in
Beziehung zu der Familie Wolters, deren Mitglieder,
Pfarrer D. Stephanus Wolters („1058") und
Kaufmann Laurenz Wolters in der Stadt lebten. Deren
Bruder Abraham Wolters („1062") war königl.
schwedischer Commissar, Bürger in Stockholm und
Rheeder in Hamburg. Dessen siebtes Kind war Anna Jacoba
Wolters, mit der sich Antoni Versteeg 1706 in Danzig
von ihrem Oheim Pfarrer D. Stephanus Wolters zu St.
Petri-Paul in Danzig trauen ließ.
531
Wolters, Anna Jakoba
, geb. am 1684
Stockholm/Schweden, gest. am
Danzig
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
9, 29.
Kinder, alle zu St. Elisabeth, Danzig, getauft: 1.: Anna
Jacoba, siehe „265", 2.: Antonius Ludowicus,
01.08.1710, 3.: Catharina Elisabeth, 13.04.1712,
4.: Abraham, 21.09.1714, 5.: Dorothea Renate,
08.02.1717.
532
Heinius, Caspar
Amtsschulze des Landgrafen v. Hessen-Cassel in Schmalkalden,
geb. am 20.10.1658
Kassel/Hessen, gest. am 21.09.1725
Schmalkalden bei Suhl/Thüringen
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: 30.10.1658
Taufregister:
Altstädtische Gemeinde Kassel
Sterberegister:
Heirat:
Kassel
Trauregister: Quellen: 2,
9, 28.
Die Landgräflich-hessische
Verwaltung bestellte ihn zum Unter-Amtsschulzen für
die Herrschaft Schmalkalden mit Wohnsitz in Schmalkalden.
533
Caullin, Anna Barbara
, geb. am 02.11.1654
Kassel/Hessen, gest. am 14.01.1718
Schmalkalden bei Suhl/Thüringen
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: s.
Geb.
Taufregister:
Hofgemeinde Kassel Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
9, 28.
Kinder: 1.: Johann Heinrich, 1683, Syndikus der Stadt
Colberg/Pommern, Landrat, 2.: Anna Maria, 1685, heiratete
den Amtsnachfolger ihres Vaters Nicolaus Kürschner;
Adjunkt, 3.: Johann Philipp, 1688, Professor der Kirchengeschichte
und der orientalischen Sprachen, später Rektor
des Joachimtalischen Gymnasiums in Berlin, Schwiegervater
des Prof. Carl Ludwig Wesenfeld (siehe Kind 5
zu „529"), 4.: Anna Elisabeth, 1693, verh. Hasselbach,
Salzfaktor zu Schmalkalden, 6.: Catharina Elisabeth,
1703, verh. Rau, Lehrer, 5.: Stephan, siehe „216".
534
de Saint Paul, Friedrich Otto
Königl. Preuß. Geheimer Kriegs- und Domainenrat
in Geldern und Soldin, Bürgermeister von Soldin
i.d. Neumark, geb. am 12.07.1672
Berlin, gest. am 11.10.1749
Soldin/Brandenburg
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 13.04.1707
Köln/Rhein
Trauregister: ev.-luth.
PfA
Quellen: 2,
9, 28.
Er war
Königl. Preuß. Kriegs- und Domänenrat
und als solcher ab 19.11.1713 bei der neu angeordneten
Interims-Commission in Geldern/Rheinland stationiert.
Vor dieser Zeit hatte er an der Gesandtschaft des
Grafen v. Dohna nach England teilgenommen und während
des ganzen spanischen Erbfolgekrieges, in dem Preußen
auf der Seite des Kaisers Leopold gestanden, commissarisch
bei dem Quartierungs- und Fouragewesen in Köln
am Rhein gearbeitet. Bekanntlich verschaffte der diesen
Krieg beendigende Frieden von Utrecht Preußen
die Anerkennung des Königstitels, sowie des Besitzes
von Neuchâtel und des Oberquartieres Geldern
durch die Mächte. Seine Verdienste während
des Krieges in Köln führt Friedrich Otto
de Saint Paul in einer Eingabe an den König vom
13. November 1726 zu seiner Rechtfertigung an.
Als nämlich
Friedrich Wilhelm I. am 27. Juli 1726 in Geldern war,
redete er Friedrich Otto auf offener Straße
an und warf ihm vor, er „habe den Galgen verdient".
De Saint Paul war in höchste Ungnade gefallen,
und auf genannten Rechtfertigungsgesuch befindet sich
des Königs Randbemerkung:
„soll
abweisen, hat mit dortigen Lande colludieret und die
Partey der landt gegen mir genommen nur die Remis"
(Erlaß von Abgaben wegen Mißernten, Unglück,
Hagelschlag usw.) „wegen der Schatzung so geferl.
vorgestellet, und ist nit die Helfte wahr gewesen,
Wilhelm."
Schon
darin, daß das Generaldirektorium für Saint
Paul mit großer Wärme eintrat, ist zu ersehen,
daß das Vergehen nicht so schlimm gewesen sein
kann, wie es sich der König vorstellte. Saint
Paul wurde im folgenden Jahre wieder zu Gnaden angenommen.
Der König stimmt zu, daß er als Steuerrat
für den Kreis nach Cottbus versetzt werde. In
der Zustimmung hierzu bleibt der König aber dabei,
Saint Paul einen „kamisardt" zu nennen (Kamisarden:
Die Hugenotten in den Cevennen, die sich gegen die
Zwangskatholisierung durch Ludwig XIV. in einem Aufstand
1702-10 zur Wehr setzten).
Im Jahre
1733 steht Friedrich Otto als Kriegs- und Domänenrat
bei der Neumärkischen Kammer in Cüstrin/Brandenburg
und 1735-1740 dort an der Spitze des Collegium medicum
provinciale. Zuletzt wird er (1748) als Städtedirector
und Oberbürgermeister zu Soldin in der Neumark/Brandenburg
erwähnt. Dort ist er auch gestorben.
535
von der Meulen, Helena Margareta
, geb. am 1685
Köln/Rhein (?),
gest. am 01.09.1739
Küstrin/Brandenburg
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
9, 28.
Kinder: 1.: Johanna Maria Dorothea, siehe „267",
2.: Maria Margareta, 3.: Charlotte Louise Friederica,
1726, verh. mit ihrem Vetter, Johann Heinrich de Saint
Paul, Kämmereikontrolleur und Senator in Colberg,
4.: Alexander Otto, 1708, Adjunkt Secretär
in Stettin.
Sie entstammte
einer wahrscheinlich aus den Niederlanden eingewanderten
Familie.
536
Jellinghaus, Johan Melchior
Pfarrer in Lünern bei Unna/Westf., geb. am um
1650 Halver unweit Schwelm/Westf., gest. am 1730
Lünern bei Unna/Westf.
Geburtsregister:
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 27.05.1682
Lünern
Trauregister: Quellen: 2,
9.
Johann
Melchior Jellinghaus studierte Theologie und war 50
Jahre lang Pfarrer in Lünern bei Unna/Westf.
Bei seinem Geburtsort Halver handelt es sich um einen
uralten Ort, in dem die Abtei Werden/Ruhr schon 1170
einen Haupthof besaß.
537
Rüssmann, Anna Clara
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
9.
540
Kellerhaus, Diedrich Andreas
Pfarrer in Lippstadt/Westfalen, geb. am 1677
Lippstadt/Westfalen, gest. am 04.05.1716
Lippstadt
Geburtsregister:
(Die Ahnenschaft ist eine Vermutung)
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
9, 24.
Er gelangte
„an Kleinschmidt's Stelle" zur Pfarre an der Marienkirche
in Lippstadt und verwaltete das Hirtenamt an dieser
Gemeinde 14 Jahre lang. Er starb früh mit 39
Jahren. Er muß ein geschickter Theologe gewesen
sein, denn in einem Tractat bezeichnet ihn Christian
Grundmann als „vir eruditione et eloquentia praestantissimus".
541
N.N., N.N.
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
(Die Ahnenschaft ist eine Vermutung)
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
24.
Söhne:
1.: Peter Diedrich Anton Kellerhaus, Prediger in Emmerich,
danach ab 1733 Pfarrer an der Marktkirche in Lippstadt
und zugleich Stiftsprediger in Cappel, 2.: Johann
Conrad Kellerhaus, siehe „270".
1024
Erbschloe, Johann
Landwirt auf Erbschloe, geb. am 1615
Erbschloe bei Lüttringhausen/Rheinland, gest. am 11.03.1695
Hammesberg
Geburtsregister:
Konfession: „reformatiren
adjectus" Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
PfA
Lüttringhausen/Rheinland
Heirat: Trauregister: Quellen: 1.
Johannes
Erbschloe, der erste urkundlich nachweisbare Vorfahre
Erbslöh, stammt aus der Honschaft „Erbschloe",
die sich südlich vom heutigen Wuppertal befand.
Heute existiert dort noch ein Flecken namens „Erbschlö".
Hon,
Hun oder Hundertschaft ist eine von Kaiser Karl dem
Großen eingeführte Bezeichnung für
die Unterabteilungen einer Grafschaft, zum Zwecke
der weltlichen Rechtsprechung; Karl teilte einen Teil
seines Reiches, das ripuarische Franken in 4 Gaue:
Auel-, Deutzer-, Keldaund Ruhr- oder Duisburger Gau,
denen die sogenannten Gaugrafen vorstanden. Unser
Gebiet gehörte zum Deutzer Gau. Diese Gauverfassung
löste sich indessen bald wieder auf.
Seit
der Mitte des 14. Jahrhunderts war das Land in Bauerschaften
oder Rotten eingeteilt, die sich ihre eigenen Vorsteher
wählten. Mehrere solcher Bauerschaften bildeten
dann eine Honschaft unter dem Vorstande ihrer Schöffen,
und mehrere Honschaften, verbunden mit größeren
Ortschaften und Flecken, ein Amt oder Gerichtssprengel.
Diesen Ämtern stand ein Amtmann, meistens ein
adeliger Herr vor, der die Rechtspflege in weltlicher
Beziehung ausübte. Diese Verfassung blieb bis
1806, dem Beginn der französischen Herrschaft
in Kraft. Die Honschaft Erbschloe gehörte zu
Lüttringhausen, dieses zum Amt Beyenburg an der
Wupper, dem Sitze des alten Klosters der Kreuzbrüder,
gegründet 1212.
In dem
im Düsseldorfer Staatsarchiv aufbewahrten: „Buch
der im Jahre 1555 beschehener Erkundigung im Fürstenthumb
Berg von wegen eines jeden Gerichts alten Herkommen
und Bräuch" mit welchem Herzog
Wilhelm IV. aus dem Hause Cleve, der Reiche genannt,
eine neue Gerichtsordnung einführte, heißt
es an betreffender Stelle:
„Ampt Bienberg (Beyenburg). Item seint in dem Amt
Bienberg vier Dingstuel (Gerichte) I. 2. Rode vor
dem Wald, Stat und Landrecht. 3. Lutterhusen (Lüttringhausen)
Landrecht. 4. Freiheit Bienberg, Burgrecht" und weiter
unten:
„Lutterhusen Gerichtspersonen: Item hat einen eignen
vereidten Richter wird aber itzt bedient durch den
Rentmeister zu Bienberg. Hat 4 Scheffen und einen
vereidten Botten. Hat geinen Gerichtsschreiber sondern
schreibt der Richter daselbst. Hondschaft: hat 4 Hondschaften:
1) Hoenhegen. 2) Erbzloe. 3) Gaßhagen.
4) Walbreck."
Die Honschaft
Erbschloe hatte eine große Ausdehnung; wir lernen
dieselbe aus den Akten eines Prozesses kennen, der
in den Jahren 1683 - 1715 zwischen den 4 Honschaften
des Kirchspiels Lüttringhausen, Garßhagen
und Walbreck gegen Hoenhagen und Erbschloe um die
Höhe der zu leistenden Umlagen und Hebebeiträge
geführt wurde; dieselben werden im Staatsarchiv
zu Wetzlar, dem alten Reichskammergericht des Römischen
Reiches Deutscher Nation, aufbewahrt. Es werden in
denselben im „Heberegister der Erbschlöer Honschaft"
von 1683 insgesamt 107 Positionen von Personen und
abgabepflichtigen Gütern und Höfen aufgeführt,
darunter auch die Höfe eines Fredrichs Erbschlo
Blombach, eines Steffenz Erbschlo und des „Johan auff
Erbschlo", der danach eine Abgabe von „44 albus 8
heller" zu entrichten hatte (Albus
= Weißpfennig im Rheinland).
Johannes
nahm neben seiner Tätigkeit als Landwirt auch
kirchliche Aufgaben wahr. Aus einem Eintrag im Lüttringhauser
Kirchenbuch vom 19. Juli 1669 zu einer Pastorenwahl
geht hervor, daß „Johann zu erbszloe" Amt und
Stimme in der Kirchengemeinde hatte.
1025
Stingen (?),
Christine
, geb. am 1610
, gest. am 04.12.1678
Lüttringhausen bei Remscheid/Rheinland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
PfA
Lüttringhausen
Heirat: Trauregister: Quellen: 1.
Kinder: 1.: Frantz, 1639-1724, wahrscheinlich kinderlos,
2.: Catharina, 1642-1700, verh. Kleinschmid,
3.: Mettelen (Mathilde), verh. Ritterhaus, 4.: Engelbert,
siehe „512", 5.: Lutter, 1650-1729, seine
Nachkommen schreiben sich „Erbschloe", 6.(?): Bernhard,
1653-1703, Stamm stirbt in 3. Generation aus, 7.(?): Maria,
1654-1709, verh. Kotthaussen, 8.(?): Girret (Junge),
1652-1704, 9.(?): Goddert.
In den
Lüttringhauser Kirchenbüchern finden wir
folgenden Sterbeeintrag: „1678 den 4 Decembris Johans
Haussfraw zu Erbsloe Stingen begraben worden ihres
Alters in dem 68 Jahre im Ehestand gelebet (?) Jahr
darin gezeuget 9 Kinder deren 7 noch leben."
1026
Vorm Berg, Johannes
Gutsbesitzer und Landwirt auf dem Hammesberg, geb. am
Hammesberg bei Wuppertal, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 1.
Johannes
wurde auf dem Hammesberg geboren. Sein Vater Hammans
vorm Berg (=Hammesberg) vererbte ihm einen erheblichen
Grundbesitz, wie aus der nachstehenden Beschreibung
aus der Erbteilung vom 1. Dezember 1666 hervorgeht:
„Zum
dritten und letzten johanness und seinem Bruder Peteren,
den er nunmehr abgegutet, anerfallen soll: Engell
Plückerss Hauss mit angehoriger schewen (Scheune)
Und Backhauss Item der unterste Teil dess Kastenss
Und dess Hoffes Umb dieses Hauss in seinem Zaun ferner
ein Kamp neben Godderts wiessen her bis auff die Hegge
am Norrenberger Landt, ein Kamp oben dem Hause negst
dem Putte, ein Kamp der Toningss Kamp genant, ein
wiesse mit einer seiten langss Godderts Wiesse und
mit anderer langss den Busch biss auf sein eigen Landt,
letzlich ein Busch am Putte an langss sein wiesse
bis an den Barmer Wäldt und da langss biss auf
die Heckinghausser Beek, ein Busch oben dem Kirchwege
an Goddertss Kamppe ahn biss uff die Landwehr und
da ein Busch im Marscheid der Fuhr-In-Ker genant."
1056
Vesenfeld, Arnold III. (Arend)
, geb. am um
1622/23 Bremen, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat:
Bremen
Trauregister: Quellen: 2,
44.
Kinder ex 1: 1.: Conrad, 23.05.1646 Bremen, Univ.-Prof.
Dr. med. in Frankfurt/Oder, 2.: Catharina Elisabeth,
Palmarum 1649 Bremen, verh. mit Univ. Prof. Tido Henricus
von der Lith, Frankfurt/Oder, 3.: Anna Sabina,
1652 Bremen, 4.: Gertrud Hedwig, 10.071659 Bremen,
verh. mit Univ.-Prof. Dr. theol. Paulus Volckmann,
Berlin.
Kinder ex 2.: siehe „1057".
Arnold
(Arend) wurde wahrscheinlich um 1622/23 in der Kirchengemeinde
St. Martini in Bremen geboren.
Wie die
Trauerrede auf seine Tochter Catharina, Ehefrau von
der Lith, von ihm kündet, galt auch er als „vornehmer
Bürger und Handelsmann". Den Bürgereid leistete
er, gerüstet für die Bürgerwehr mit
Feuerrohr und Seitengewehr, nachdem sein Vater bereits
gestorben, am 19.Februar 1646. Arnolds Jugend fällt
somit in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
Hunger und Seuchen, Stockung von Handel und Verkehr
in jener schweren Kriegszeit gingen an keinem Bürgerhause
vorüber und das unserige wird auch keine Ausnahme
gemacht haben. Um 1641 starb der Vater, unter dessen
Anleitung der Sohn zum Kaufmann heranreifte. Mit dem
älteren Bruder Claus zusammen wird er des verstorbenen
Vaters Geschäfte fortgeführt haben. Drei
Jahre nach Erwerb des Bürgerrechtes sah der junge
Arnold sich im Stande, einen eigenen Hausstand zu
gründen; er mochte etwa 23 Jahre zählen.
Trafen wir im Jahre 1589 einen nahen Verwandten, Johann
Fesenfeld, als Kirchherrn an St. Ansgar, so pflegte
auch das Haus Vesenfeld/Barckhoff kirchliche Beziehungen
und stand der Person des Dekans und zugleich Professors
am Gymnasium illustre, Conradus Bergius nahe.
Diese
hervorragende, sympathische Persönlichkeit war
mit seiner milden, konfessionell-gemäßigten
Auffassung von großem Einfluß und Wirkung,
welche auch unseren Arnold angezogen haben wird. Drei
Jahre nach Bergius Tode warb Arnold um die Hand seiner
Tochter Catharina Elisabeth. Sie war die zweite Tochter
des Pfarrers, und dessen Ehefrau Anna Sabina, geb.
Scharlach. St. Ansgari kündet im Trauungsbuch
die Vermählung wie folgt:
„1645
Dom. XV p.Trin. Arend Vesenfeldt undt Jungfraw Catharina
Elisabeth Bergin, seel. Doctoris Cunradi Bergius gewesenen
Decani undt Pastoris bei diesen Kirchen alhie nachgelassene
eheliche Tochter."
Catharina
Elisabeth war in Frankfurt a/O. am 20. Oktober 1626
geboren und kam als Dreijährige mit ihren Eltern
nach Bremen. Aus dieser Ehe stammten fünf Kinder.
(s.o.)
Ehe noch
die Schar der Kinder mündig war, ergriff die
Mutter Catharina Elisabeth unerwartet ein „hitziges
Fieber", wahrscheinlich eine Lungenentzündung,
welcher sie am 18.Mai 1662 erliegen sollte. Sie hatte
ihr Alter auf 36 Jahre gebracht. Sie hat die Entwicklung
der Kinder aufs Beste beeinflußt. Ihre Spur
blieb unauslöschlich, bildete doch die geistige
Atmosphäre, welche sie mitbrachte, letzten Endes
die Veranlassung, daß die Söhne des Hauses
zu geistigen Berufen übergingen und auch die
Töchter in die Gelehrtenwelt einheirateten. Auf
diesen neuen, dem Geschlecht bisher ungewohnten Pfaden
haben alle Kinder Arnolds sich bewährt und ihre
mitgebrachten Gaben entwickelt und entfaltet.
Nach dem
Hinscheiden Catharina Elisabeths wollte der Witwer,
ein geschäftiger Kaufmann, die Kinder nicht ohne
Mutter lassen und heiratete in der Martini-Gemeinde
um das Jahr 1663 in zweiter Ehe Anna Wessel, Tochter
eines Bremer Eltermannes, mit der er weitere zwei
Kinder hatte, Arnold (siehe „528") und Cord
Conrad.
Die
rote Rose, welche sich im Wappen seines Schwiegervaters
Wessel findet, war in Bremen das Zeichen der Wandschneider.
Möglich, daß Arnold Wesenfeld und Cord
Wessel beide dieser Gilde angehörten. Der Handel
litt naturgemäß unter den politischen Wirren
und den Kriegsläuften der Zeit, und der Friedensschluß
von Münster (1648), welcher den Oldenburger Grafen
den von den Bremern bitter empfundenen Weserzoll garantierte,
brachte wenig Erleichterung. Die Spannungen mit Schweden
kamen erst 1666 zu einem gewissen Abschluß.
Arnold
bewarb sich um eine Stelle als chur-brandenburgischer
Faktor d. h. kaufmännischer Agent, und erwirkte,
als ihm dieses gelungen war, unterm 20. December 1670
vom Rat einen Paß für drei Jahre, damit
er sich unbeschadet seines Bremer Bürgerrechtes
auch außerhalb der Stadt aufhalten könne.
Zu einer dauernden Verlegung des Wohnsitzes kam es
aber nicht, vielmehr erweisen die Schoßbücher
von St. Ansgar, daß er in den Jahren 1672-1677,
zuletzt zusammen mit seiner Schwiegermutter Anna Wessel
geb. Boche, welche bei ihm wohnte, Kirchensteuern
zahlte. Holland, mit welchem Bremen in besonders lebhaften
Handelsbeziehungen stand, geriet damals von Frankreich
herausgefordert, mit diesem in Krieg, und andererseits
lag die Krone Schweden, Bremens Lebensherrin, mit
Kur-Brandenburg im Streite. Da mochte die neue churbrandenburgische
Bestallung Arnold wenig Freude und Nutzen gebracht
haben. Daher ging er wohl mit der Absicht um, sich
vom kaufmännischen Handel mehr zurückzuziehen,
denn er bewarb sich im Jahre 1677 beim Rat um die
Pachtung des Wahrturmzolles, welche er auch erhielt.
Die Pachtsumme hatte für das Jahr 1678 die erkleckliche
Höhe von 525 Gulden. Der Wahrturm an der Ochtum,
dessen Überreste heute (1929) noch in dem altertümlichen
Wirtshaus „Haus Storchennest" vorhanden sind, kontrollierte
den lebhaften Verkehr Bremens und des bremischen Nieder-Viehlandes
mit dem benachbarten Oldenburgischen und dessen Hinterland:
Westfalen und Rheinland.
Auf eine
gute und dauernde Einnahmequelle aus dieser Pachtung
hätte Arnold wohl mit Recht rechnen können,
wenn dem nicht schon im Herbst 1678 der Tod ein Ende
gesetzt hätte. Unterm 25. Oktober 1678 heißt
es in den Ratsprotokollen, daß die Witwe Cord
Wessels - also Anna geb. Bothe - erklärt habe,
sie sei der Bürgerschaft für ihren Schwiegersohn
Arnold Vesenfeld wegen der Zollpacht ledig, da derselbe,
wie auch seine Frau, verstorben seien. Sie bittet
zum Besten der Waisen noch ein Jahr das Pachtverhältnis
fortsetzen zu dürfen und auch die Pachtsumme
ermäßigen zu wollen. Der Rat beschließt,
das Pachtverhältnis zu lösen und den Kindern
von der letzten Pachtquote 25 Rthlr. nachzulassen.
Im Dezember 1679 wehren sich die Vormünder der
Kinder - ihre Namen sind nicht genannt - gegen Forderungen
des Hochgräfen des Nieder-Viehlandes an die Kinder
aus angeblich rückständigen Pachtgeldern:
sie seien diese nicht schuldig, zudem seien die Kinder
arm. Eine Antwort hierauf liegt nicht bei den Akten.
Vor dem
25.Okt.1678 waren also Arnold und seine Frau Anna
verstorben. Die genaueren Daten sind nicht überliefert.
Vergegenwärtigen
wir uns noch einmal die Welt und Umwelt Arnolds und
der Seinen, so sehen wir in ihm selber einen Mann
von Betriebsamkeit und Projekten, welcher in schwierigen
Zeiten die sich ihm bietenden Möglichkeiten auszunutzen
sich bestens bemühte. Wertvolle Beziehungen zu
Kaufmannskreisen waren ihm nicht nur durch den Vater,
sondern auch durch seine Mutter, geborene Barkhoff,
gegeben; er erweiterte sie wesentlich durch seine
Heirat mit der Eltermannstochter Anna Wessel. Daß
Arnold Vertrauen und Ansehen genoß zeigt seine
churbrandenburgische Bestallung, wie auch die Übertragung
des Pächteramtes am Wahrturm-Zoll. Wie schwer
und sauer es aber bei den damaligen Zuständen
einem strebsamen Manne trotz solcher Vergünstigungen
wurde, sich und die Seinen durchzubringen, bezeugt
die oben erwähnte Armut der Kinder bei des Vaters
Ableben. Für die Geschicke seiner Kinder spielte
nicht die gewonnene äußere Position die
bestimmende Rolle, hier wurden vielmehr die kirchlichen
Interessen des Hauses entscheidend. Mit der Übersiedelung
in den Bezirk der Ansgar-Gemeinde spannen sich Fäden
zu den Pfarrhäusern dieser Gemeinde an. Arnold
holte sich aus einem dieser Pfarrhäuser seine
erste Gattin. Damit trat er in Verbindung mit Gelehrtenkreisen.
Zwei Schwestern der Mutter seiner Frau waren an die
Professoren Polisius und Ursinus in Frankfurt a/O.
verheiratet. Der Oheim Johannes Bergius war erst Professor
in Frankfurt a/O., später Hofprediger in Berlin.
Drei seiner Schwägerinnen Bergius nahmen gleichfalls
Frankfurter Professoren, Reichel, Riesselmann und
Simonis, zu Eheherren. Namentlich ist die Freundschaft
mit Riesselmann, welcher auch ein gebürtiger
Bremerer war, eine besonders herzliche geblieben,
auch für Arnolds Kinder. Nach seiner Schwägerin
Riesselmann, Gertrud Hedwig, nannte Arnold seine dritte
Tochter, die spätere Frau Professor Paulus Volckmann.
Aus solchen
Beziehungen ergaben sich für Arnolds Haus und
Familie rege und vielseitige Anregungen, und es ist
nicht zu verwundern, daß die Neigungen der Kinder
des Hauses den Wissenschaften zufielen; ihre Wege
standen unter den Wirkungen des Elternhauses. Die
Tochter Anna Sabina führte nach dem Tode der
Eltern in Bremen den Haushalt fort, bis mit Ende der
80er Jahre auch die letzten Geschwister ausgeflogen
waren.
1057
Wessel, Anna
, geb. am um
1637 Bremen, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Kinder: 1.: Arnold, siehe „528", 2.: Gerd
Conrad, Ostern 1668 Bremen, früh gestorben.
1058

Wolters, Stephan
Dr. theol., Prediger an St. Petri-Pauli in Danzig,
geb. am 16.07.1645
Hamburg, gest. am 15.04.1718
Danzig
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 08.07.1675
Leiden/Südholland
Trauregister: Quellen: 2,
25.
Abschrift und Übersetzung des Textes auf einem
von Andreas Stech gemalten Bildnis des D. Stephan
Wolters:
„Hamburgi genitum, merces curante parente, Woltersden
Brema dixit. Apollo suum theologum variis formavit
Lejda magistris, sacraque tentatum iussit adire loca.
Doctorem exhibuit quoque Cantabrigia, ductu A....,
quo nunc rege Britannus ovat. Pastorem Basilea dedit,
Gedanumque vocavit, ut, quas collegit, prece secaret
opes. Sic septem „a" pariter bis septem „b" finiit
annos. Qua ventura rogas tempora? Fata ferent. „a"
extraordinarius, „b" ordinarius."
Gebürtig aus Hamburg, wo sein Vater Geschäfte
betrieb, nannte Bremen ihn Wolters. Apoll prägte
ihn zu seinem Theologen durch verschiedene Lehrer
in Leiden und befahl dem Prüfling, an geweihte
Stätte zu gehen. Zum Doktor erhob ihn Cambridge
unter Führung des A...., dessen Regierung der
Brite sich jetzt freut. Basel machte ihn zum Pastor,
Danzig berief ihn, damit er die Schätze, die
er gesammelt hatte, nach Wunsch austeile. So verbrachte
er sieben Jahre als Extraordinarius und zweimal sieben
Jahre als Ordinarius. Was fragst du nach kommenden
Zeiten? Die Geschicke werden sie bringen.
Stephan
Wolters wurde am 26.07.1645 in Hamburg geboren. Er
studierte in Holland und England, wurde 1670 in Cambridge
Dr. theol., setzte dann seine Studien in Samur, Genf,
Basel und Heidelberg fort und unternahm nach deren
Beendigung eine Reise nach Stockholm, wo sein Bruder
Abraham 1670 Bürger geworden ist und ein Rheedereigeschäft
betrieb, und nach Danzig, wo sein zweiter Bruder,
Liebert, sich als Kaufmann niedergelassen hatte. Hier
in Danzig hielt man Stephan fest und bestellte ihn
1674 zum Extraordinarius an der St.-Petri-Pauli-Kirche.
Im Sommer 1675 nahm er Urlaub, um sich in Leiden/Südholland
die Gefährtin seines Lebens zu suchen. Dort hatte
er während seiner Studienzeit im Hause des Rektors
der Lateinschule Dr. med. Cornelius Schrevelius
(„2118") und dessen Gattin Theodora, geb.
van Groenendyck („2119") die Tochter Cornelia
kennen und lieben gelernt. Nun warb er um ihr Jawort
und konnte sich mit ihr am 8. Juli in Leiden trauen
lassen.
Er führte
darauf seine junge Gattin heim nach Danzig. Doch sollte
das junge Glück nicht lange dauern. Bei ihrer
zweiten Entbindung mußte Cornelia ihr Leben
lassen. Nach Ende des Trauerjahres schritt Stephan
am 20.11.1679 zu seiner zweiten Ehe mit Barbara Heynen,
Tochter des Danziger Ratmannes Daniel Heynen, die
ihm einen Sohn (Liebert, 04.02.1681) gebar und mit
der er viele Jahre verbunden blieb. Als aber auch
Barbara vor ihm starb, trat der 71jährige noch
einmal zum Traualtar und vermählte sich mit Constantia
Kirsch, Tochter von Gabriel Kirsch, die am 22.07.1748
starb und ihn somit um 29 Jahre überlebte.
1681 rückte
Stephan Wolters zum Diaconus an St. Petri-Pauli auf
und blieb in dieser Stellung bis zu seinem Ende. Mehrfach
trat Stephan auch schriftstellerisch hervor. Unter
anderem schrieb er die Traktate: „Krone der Gnade
Gottes" und „Hoffahrts-Greuel und -Gerichte", sowie
5 Bände Postillen. Auch übersetzte er Peter
Jurieu's Traktat „Von der Andacht" ins Deutsche und
gab es mit einigen Predigten desselben in den Druck.
Eine Anzahl von durch Stephan Wolters gehaltenen Leichenreden
wurden veröffentlicht. Von der pietistischen
Strömung, welche von Spener ausging, wurde auch
Wolters sichtlich beeindruckt [Philipp Jakob Spener,
1635-1705, Oberhofprediger in Dresden und Probst in
Berlin, gilt als der bedeutendste Anreger des Pietismus
durch Sammlung von Konventikeln ernster Christen (Collegia
pietatis) und seine Schrift „Pia desideria" („Frommes
Verlangen" 1675)].
Er starb
fast 73jährig. Diaconus Fabritius hielt für
ihn am 5. Mai 1718 eine Gedächtnispredigt über
Röm. 3,24, die auch im Druck erschienen ist.
Vergl. auch Praetorius „Danziger Lehrer-Gedächtnis"
Manuskript von Schott/Richter, Danzig 1756 (Zappis'sche
Bibliothek), in dem man Genaueres über Stephans
Schriften findet.
1059
Schrevelia, Cornelia
, geb. am 05.06.1642
Leiden/Südholland, gest. am 30.06.1678
Danzig
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Kinder 1: Jakoba, 1677-1729, verh. Smart, 2.: Cornelia,
siehe „529".
Cornelia
starb bei ihrer zweiten Entbindung. Am 22.07.1678
setzte man ihr den Grabstein (Nach den „Steinbüchern"
von St. Petri-Paul Danzig. Sterbebücher fehlen).
1060
Versteeg (Verstech),
Antonius Anthonichson
Bürger und Kaufmann in Danzig, geb. am April
1636 Thorn/Weichsel, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 24.04.1663
Danzig
Trauregister: PfA
St. Elisabeth
Quellen: 2,
29.
Für
Antonius war es nicht schwer, in das Danziger Bürgerrecht
aufgenommen zu werden, da sein Vater schon Bürger
war. So erwarb er dieses Recht schon mit 20 Jahren,
am 18.07.1656. Er wurde Kaufmann und scheint als solcher
reüssiert zu haben. Er heiratete am 7. Mai 1658
des „erbaren" Gerd Schmidts Tochter Sara. Aus dieser
Ehe gingen zwei Töchter hervor: Josina, 1659
und Maria, 1660. Nach dem Tode von Sara heiratete
Antonius 1663 zum zweiten Male. Seiner zweiten Ehe
mit Barbara Meiten entsprossen 7 Kinder (siehe
„1061"). Antonius wird im Jahre 1696 als verstorben
erwähnt.
1061
Meiten, Barbara
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
29.
Kinder: 1.: Magdalena, 20.12.1663, 2.: Barbara, 06.12.1665,
3.: Anna Maria, 17.06.1668, verh. Monkenck, 4.: Catharina
Elisabeth, 07.04.1670, 5.: Antoni, 30.10.1672,
Kindstod, 6.: Antoni, siehe „530", 7.: Constantia,
07.04.1681.
1062
Wolters, J. Abraham
Rheeder und Kgl. Schwedischer Commissar in Stockholm,
geb. am 17.04.1649
Hamburg, gest. am vor
1689
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
25.
1063
Sjöhjelm, Eva
, geb. am
N.N./Schweden, gest. am 22.12.1685
Stockholm/Schweden
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Kinder: 1.: Liebert, Fähnrich, 2.: Henrik, 1673,
3.: Abraham, 1675, 4.: Gerhard, 1678, 5. Ester,
1680, 6.: Louis, 1683, 7.: Anna Jakoba,
siehe „531".
1064
Heine, Georg
Hufschmied in Kassel, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 26.11.1657
Kassel/Hessen
Trauregister: Altstädtische
Gemeinde Cassel, zweite Ehe
Quellen: 2,
28.
1065
Simons, Anna Maria
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
28.
1066
Kaul, Joh. Heinrich
Hofmusikus in Kassel, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 10.11.1651
Kassel/Hessen
Trauregister: Quellen: 2.
1067
Seyler, Jakobina
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
1068
de Saint Paul, Francois „Le Tanneux"
Hof-Sprachmeister in Berlin, geb. am 15.09.1634
Rennes/Bretagne, Frankreich, gest. am Sept.
1685 Berlin
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 22.07.1667
Heidelberg
Trauregister: Quellen: 2,
28.
Francois
stammte aus der Bretagne. Dem Beinamen „Le Tanneux"
nach scheinen die Vorfahren das Lohgerber-Gewerbe
betrieben zu haben. Francois wanderte nach Süddeutschland
aus und heiratete 1667 in Heidelberg. Von dort kam
er nach Berlin und wurde hier kurfürstlich-brandenburgischer
Sprachlehrer.
1069
d' Aumont, Marguérite
, geb. am 16.06.1643
Paris/Frankreich, gest. am 14.02.1697
Berlin
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Marguérite
hatte mindestens 10 Kinder.
1070
van der Meulen, Georg
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
1071
Hoetz, Barbara
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
1080
Kellerhaus, Johann
Magister, Rector, Pfarrer in Lippstadt/Westf., geb. am
, gest. am 1690
Lippstadt/Westfalen
Geburtsregister:
(Die Ahnenschaft ist eine Vermutung)
Konfession: ev.-luth.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 1658
Lippstadt/Westfalen
Trauregister: Quellen: 2,
24.
Leitete
vor dem Jahre 1659 als Rector das Lippstädter
Gymnasium. In diesem Jahre 1659 wählte ihn die
Jakobi-Gemeinde zu ihrem Prediger und Seelsorger.
31 Jahre versah er dieses Amt.
1081
Nottebohm, Sybilla Elisabeth
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
(Die Ahnenschaft ist eine Vermutung)
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
24.
2052
Vorm Berg, Hammans (Johannes)
Großgrundbesitzer, geb. am
, gest. am vor
1666
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 1.
Hammans
Vorm Berg (der Name Hammans kommt nach Crecelius nicht
von Herrmann her, sondern ist die Koseform für
Johannes) hatte einen sehr ausgedehnten Grundbesitz;
die Erbteilung dieses Besitzes unter seine Kinder
ist erhalten, sie datiert vom 1. Dezember 1666. Ihr
Anfang wie folgt:
„In
Gottes Nahmen amen. Hiemit sei kundt und allermänniglichen
zu wissen alss weilandt Hammans Vorm Berg nachgelassene
Erben benenntlich Cort, Greita, Goddert, Merg, Johannes
und Peter respective Bruder und Schwestern dess elterlichen
Erbguts Vorm Berg halben sich also untereinander beständiglichen
verglichen, dass Ein solches in drei Teile von einander
gesetzt, Und demnach darüber ein Loss gelegt
und gezogen werden solle. In massen von ihnen geschehen
und Vermittelss absolchen Losses gesagtes Erb Corten
zu einem, Godderten zum andern Und Johannen zum dritten
Teil anerfallen, daß derowegen zur Meidung aller
kunftiger irrung, streitss und Uneinigkeit Insonderheit
weilen darob keine Briefliche nachrichtung auffrichten
und verfertigen lassen Vor mir Gerichts Schreibern
dess Ambtss Beyenburg kommen sein Cort und Johannes
Vorm Berg selbsten nahmens Godderten aber, welcher
unterdessen Sampt seiner Haussfraw Todtss verfahren,
dessen im Leben nachgelassenen Sohnss Cordt genannt
usw."
In der
Aufzählung des geteilten Besitzes finden wir
folgende, die weite Ausdehnungdesselben kennzeichnenden
Ortsabgrenzungen und Bezeichnungen: Marscheid, Wupper,
Blombacher Bach, Landwehr, kleine und große
Schewen, Marscheider Bach, Laeken, Norrenberg, Barmer
Wald, Heckinghausen und andere mehr. Der dem Johannes
(siehe „1026") zugefallene Teil wird dort
beschrieben.
2112
Vesenfeldt, Arnold II. (Aren(d)t)
Bürger (1611) und Kaufmann in Bremen, geb. am um
1593 Bremen, gest. am vor
1641
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 13.06.1619
Bremen
Trauregister: PfA
St. Ansgari Bremen
Quellen: 2.
Es wird
angenommen, daß Arnold (Arent) Vesenfeldt im
Jahre 1593 geboren wurde. Am 12.12.1611 leistete er
den Bürgereid und trat dabei mit eigener Waffenrüstung
an. Er bildete sich zum Kaufmann aus und war mit ca.
25 Jahren in der Lage, einen eigenen Hausstand zu
gründen. Er erwählte eine Tochter der St.
Ansgar-Gemeinde, mit der er am 3. Sonntag nach Trinitatis
1619 erstmals aufgeboten wurde: „1619 Dom. 3. Trinit.
d. 13. Juny Arent Vesenfeldt undt Catharinen Berghoffs
zum ersten Mal." Die Familie wohnte in der Hundestraße.
Aus der Trauerrede zum Tode seiner Enkelin Catharina
von der Lith, geb. Wesenfeld (1687) entnehmen wir,
daß er ein „vornehmer Bürger und Handelsmann"
in Bremen gewesen war.
2113
Barkhoff, Katharina
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Kinder: 1.: Claus, Bürger in Bremen 1641, 2.:
Arnold, siehe „1056", 3.: Sara, getauft 1626,
Bremen, St. Ansgari.
Die „Berckhoffs"
oder „Barkhoffs", auch „Berghoff" geschrieben, stammen
von einem größeren Hof, dem heute in den
Bremer Pagentorner Vorstadt aufgegangenen „Barkhof"
(Berchove=Birkenhof) ab.
2114
Wessel, Cord
Kaufmann und Bürger in Bremen, geb. am
Bremen, gest. am 12.01.1652
Bremen
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
„Catalogus
des Eltermans und Kaufmanns der Stadt Bremen" Staatsarchiv
Bremen
Heirat: 22.09.1635
Bremen
Trauregister: Quellen: 2.
Cord Wessel,
welcher in der Bremer Wachtstraße (bei der heutigen
Börse) einen hypothekenfreien Hausbesitz hatte
und dazu auch ein ringsum freiliegendes Anwesen in
der Bödekerstraße mit Hofraum und einem
„Sekret" sein Eigen nannte, war ein Eltermann der
Bremer Kaufmannschaft. Er hatte als Sohn des Bremer
Bürgers Johan Wessels am 30.10.1615 den Bürgereid
geleistet. Verheiratet war er seit dem 22.09.1635
mit Anna Bothe.
Cord war
auch Kirchenältester der reformierten St.Martini-Gemeinde,
wie aus einem noch vorhandenen Gedicht zu seiner Hochzeit
hervorgeht.
Die
Eltermänner der Kaufmannschaft waren deren Vorsteher
und standen neben dem Rat in bevorzugter Stellung.
An der Spitze der Bürgerschaft führten sie
in der Gemeinde das Wort, hatten die Verwaltung des
Gildehauses der Kaufleute, des sogenannten „Schütting",
und waren berechtigt, Beträge zu erheben, um
die Fahrtrinne der Weser bei nötiger Tiefe zu
erhalten. Handelte es sich um Handelsinteressen, so
beriefen sie, ohne den Rat befragen zu müssen,
die Versammlung der Bürger. Gerade damals, zu
Cord Wessels Zeiten, stritten die Elterleute lebhaft
mit dem Rat um ihre Befugnisse.
Nach dem
„Catalogus des Eltermanns und Kaufmanns der Stadt
Bremen" starb Cord Wessel am 12.01.1652 (Staatsarchiv
Bremen. Im Katalog auch das Wappen).
Das
Wappen Cord Wessels zeigt im blauen Feld einen mit
zwei roten Rosen nebeneinander belegten silbernen
Querbalken. Darüber im oberen Felde nebeneinander
stehend zwei, im unteren eine aufrecht stehende goldene
Eichel. Auf dem Helm ein blauer Adler-Doppelflug mit
zwischenliegender roter Rose.
2115
Bothe, Anna
, geb. am
, gest. am nach
1678
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Anna überlebte
nicht nur ihren Mann, sondern auch ihren Schwiegersohn
Wesenfeld ( 1678).
2116
Wolters, Liebert
Kaufmann in Hamburg, geb. am 01.12.1607
Stade a.d. Elbe, gest. am 01.05.1664
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 25.05.1641
Hamburg
Trauregister: Quellen: 2,
25.
Er war
vermutlich Kaufmann in Hamburg und Gründer des
Geschäfts, das seine Söhne fortsetzten.
2117
du Bois, Jacoba
, geb. am 25.01.1622
Köln/Rhein, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
25.
Kinder: 1.: Jakoba, 1642, verh. Torley, 2.: Louis,
1643, Kaufmann, 3.: Stephan, siehe „1058",
4.: Liebert, 1647-1720, Kaufmann un Rheeder in
Hamburg, Schwedischer Commissar, 5.: Abraham,
siehe „1062", 6.: Barbara, 1656, Kindstod,
7.: Laurentz, 1658-1685.
2118

Schrevelius, Cornelius
Dr. med., Rector der Lateinschule in Leiden, geb. am 25.03.1608
Haarlem/Nordholland, gest. am 26.08.1644
Leiden/Südholland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: 13.04.1608
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 03.06.1636
Leiden
Trauregister: Quellen: 2.
Reproduktion eines Stiches, dem ein bei van der Aa,
Encyclopedie Biografique Neerlandaise (1874) erwähntes
Portrait zu Grunde gelegen hat. Inschrift: Cornelius
Schrevelius, M.D. (=medicinae doctor) & Gymnarsiarcha
Lugd(unum) Batv(ae). (Cornelis Schrevel, Dr. med.,
Schulleiter in Leiden in Batavien. Die Bataver waren
ein germanisches Volk auf den Inseln der Rheinmündungen).
Corneli(u)s
Schrevel(ius) besaß die medinzinische Doktorwürde,
nahm aber 1642 die Stelle als Rector der Lateinschule
in Leiden an und blieb in diesem Amte bis zu seinem
Tode. Mehrfach erging an ihn der Ruf, Professor der
Medizin an der Universität der Stadt zu werden,
doch er fühlte sich mehr zur Philologie hingezogen.
Er übersetzte eine große Zahl klassischer
Autoren und gab ein Griechisch-Lateinisches Lexikon
heraus. Durch die Heirat mit der Patriziertochter
Theodora van Groenendyck gelangte er in das Honoratiorentum
der Stadt Leiden und führte hinfort im Wappen:
Drei Wolfshaken in goldenem Felde.
2119
van Groenendyck, Theodora
, geb. am 11.05.1613
Leiden/Südholland, gest. am 05.11.1669
Leiden
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: s.
Geb.
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Kinder, alle in Leiden geboren: 1.: Adriana, 07.03.1638,
verh. Smeltsing, 2.: Maria, 1639, verh. Day,
3.: Hildegonde, 1640, verh. Piart, 4.: Cornelia,
05.06.1642, siehe „1059", 5.: Theodorus,
16.12.1643, Magister, Ratsherr, Schöffe und Bürgermeister
zu Leiden, 6.: Johannes, 1645, 7.: Anna,
1647, 8.: Andries, 27.08.1649, Regent des St.
Catharinen Gasthauses zu Leiden, 9.: Pieter,
1653.
Die
Familie van Groenendyck zählte zu den Leidener
Patrizier-Geschlechtern. Ihr Wappen zeigt einen schwarzen
Anker in goldenem Felde.
2120
Versteeg, Antonius Petersson
Wallmeister der Stadt Thorn, Bürger in Danzig,
geb. am
, gest. am vor
1678
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
29.
Antonius
Petersson - die patronymische Kennzeichnung ist echt
niederländisch -, dessen Vater Peter in Gelderland/Holland
ansässig war, kam um 1625/26 mit seiner Frau
Josina nach Danzig, wo ihnen 1627 ein Sohn geboren
wurde. Kurz darauf verzog das Paar nach Thorn/Weichsel
und Antonius brachte es dort zum „erbaren und kunstreichen
Wallmeister", d.h., er war als solcher bei der Errichtung
der Befestigungswerke der Stadt tätig. In Thorn
wurde 1636 der Sohn Antonius (siehe „1060")
geboren. Mit dem Jahre 1640 finden wir die Familie
wieder in Danzig. Hier erwarb Antonius am 15.10.1643
das Bürgerrecht.
2121
Dircksen, Josina
, geb. am
, gest. am 30.01.1678
Danzig
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
St.
Elisabeth Danzig
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
29.
Kinder: 1.: Petrus, 22.06.1627, Danzig, 2.: Antonius,
April 1636, Thorn (siehe „1060"), 3.: Maria,
16.02.1640, Danzig, 4.: Johannes, 01.06.1942,
Danzig.
2122
Meiten (Merten),
Hans
Danzig, geb. am
, gest. am vor
1663
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
29.
2124
Wolters, Liebert
siehe „2116", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
2125
du Bois, Jacoba
siehe „2117", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
2130
Simons, Werner
Hufschmied, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
28.
2134
Seyler, Zacharias
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
28.
2138
d'Aumont, Pierre
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
2139
le Vrat, Renée
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
2162
Nottebohm, Joh. Diederich
Amtmann in Lippstadt/Westfalen, geb. am
, gest. am 17.06.1677
Geburtsregister:
(Die Ahnenschaft ist eine Vermutung)
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
24.
2163
N.N., N.N.
, geb. am
, gest. am 17.06.1677
Lippstadt/Westfalen
Geburtsregister:
(Die Ahnenschaft ist eine Vermutung)
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
24.
.
4224
Vesenfeld, Herman
Bürger in Bremen, geb. am um
1560 , gest. am nach
1611
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Herman
wurde als Vater des Arnold (Arendt) Vesenfeldt (siehe
„2112") bei dessen Bürgeraufnahme 1611 erwähnt.
Da die Eintragung nichts gegenteiliges besagt, lebte
er zu dieser Zeit noch. Er scheint ein ehren- und
achtungswerter Mann gewesen zu sein, da der Sohn Arnold
(Arendt) schon in jungen Jahren eine Kaufmannstochter
aus angesehner Familie heiratete. Herman wohnte mit
seiner Familie wahrscheinlich im St. Martini-Viertel,
in dem das Handelsleben hauptsächlich pulsierte.
Das
Standesbewußtsein war auch in Bremen recht ausgeprägt,
wie es aus jener Zeit die „Ordnungen" des Rates für
das äußere Auftreten der vier Stände
(1. Bürgermeister, Ratspersonen, Geschlechter
und Promovierte, 2. Elterleute und erste Kaufleute,
3. Schiffer, kleinere Kaufleute, ehrsame Bürger,
4. Bootsleute, Knechte und Dienstboten) anschaulich
beleuchten. (Nach Gallwitz, „Lebenskämpfe der
alten Hansestadt Bremen, Bremen 1926)
4226
Barkhoff, Claus
1601 Bürger in Bremen, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
4228
Wessel, Johan
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
4230
Bothe, Bruno
Bürger in Bremen, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
4231
Dreier, Anna
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
4232
Wolters, Steven (Stephan)
Kaufmann in Hamburg, geb. am 1574
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 17.06.1601
Dordrecht/Südholland
Trauregister: Franz.
ref. Gemeinde Dordrecht
Quellen: 2,
25.
Er heiratete
am 09.06.1598 in Wesel Maria in ghen Pas, die aber
schon einen Monat später an der Pest starb. Daraufhin
heiratete er in zweiter Ehe in der französisch-reformierten
Gemeinde in Dordrecht/Südholland die Französin
Barbara Gerards.
4233
Gerards, Barbara
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Kinder: 1.: Stefen, 1602, gestorben an der Pest in
Hamburg, 2.: Laurentius, 1604-1661, 3.: Gertrud,
1606-1639, verh. Schievelberg, 4.: Liebert,
siehe „2116", 5.: Ida, Kindstod, 6.: Barbara,
verh. Bailly, 7.: Maria, verh. 1) Fassin, 2)
Hack.
4234
du Bois, Abraham
Kaufmann in Antwerpen und Hamburg, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 25.02.1620
Amsterdam/Holland
Trauregister: Quellen: 2,
25.
4235
Boudewin, Jacqueline (Jakobe)
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
25.
4236

Schrevel(ius), Theodorus
Rektor in Haarlem und Leiden, geb. am 1572
Haarlem/Nordholland, gest. am 03.12.1649
Leiden/Südholland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 25.07.1599
Alkmaar/Holland
Trauregister: Quellen: 2,
30.
Stich von J. Suyderhoeff nach einem in Paris befindlichen
Gemälde des Malers Franz Hals (1581-1666, Begründer
der niederländischen Barockmalerei). Der Stich
stellt den Rektor der Haarlemer Lateinschule Theodor(us)
Schrevel(ius) dar.
Übersetzung der Inschriften auf dem Portrait
des Th. Schrevel: Im Oval: „Echthron adora dora" (griech.):
„Geschenke von Feinden sind keine Geschenke". „Theodorus
Schrevelius Gymnasiarcha Harlemensis" (lat.): „Theodor
Schrevel Schulleiter in Haarlem". Text: „Damals den
Mann gemalt zu haben, leicht ist es, da kräftiges
Alter und Antlitz selbst meinen Schrevel gemalt haben.
Jetzt den Greis zu loben (gelobt zu haben), dem -
Rache des Phoebus - traurige Fremde ein erstarrtes
Haupt gab, ist schwerer. Der alle leben lehrte, lebt
allein sich, und seine Zunge, beredt in lateinischen
Worten, sie schweigt. Wie vergeblich die Schulen,
so vergeblich die vielen Mühen, um Ruhe bittet
das Greisengrab die Oberen (auch: „Himmlischen" oder:
„die noch Lebenden").
Er war
in Haarlem 1572 geboren, hatte Philologie studiert
und wirkte von 1600 - 1624 als Schulleiter. Von 1607
- 1618 saß er im Rat der Stadt. Gegen Ende dieser
Zeit brach infolge der Beschlüsse der Dordrechter
Synode der aufregende Streit um die Lehre der Praedestination
unter den Reformierten aus. Theodorus nahm die Partei
der „Remonstranten" oder „Arminier", welche auf der
Synode eine mildere Auffassung dieser Lehre vertreten
hatten und daher sowohl von der Synode wie auch von
öffentlichen Ämtern überhaupt ausgeschlossen
wurden. So mußte auch der verdiente Rektor aus
seinem Amte scheiden. Er wandte sich nach Leiden und
fand dort seinen Unterhalt als Hauslehrer. 1625 aber
berief man ihn zum Rektor an die Leidener Lateinische
Schule, an welcher er bis 1641 wirken konnte.
Er hat
sich sehr verdient gemacht durch seine Chronik „HARLEMIAS",
deren erste holländische Ausgabe 1648 erschien.
Viele andere Bücher in holländischer und
in lateinischer Sprache entstammen außer diesem
Werke seiner Feder. Er verstarb 1649 in Leiden.
4237
van Teylingen, Maria
, geb. am 15.03.1570
Alkmaar/Holland, gest. am 26.07.1652
Leiden/Südholland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Kinder, alle in Haarlem geboren und getauft: 1.: Brechtje,
13.06.1600, verh. a) v. Tetterode, b) Hertogenbosch,
2.: Maria, 04.10.1601, verh. de Clercq, 3.: Theodora
(„Dirkje"), 27.02.1603, verh. van Swieten, 4.: Augustyn,
13.02.1605, Advocat und Conrector in Haarlem, 5.: Andreas,
27.03.1606, jung verstorben, 6.: Cornelis,
siehe „2118", 7.: Eva, 29.08.1610, unverehelicht.
Das
Wappen derer van Teylingen besteht aus 12 Sparren
wechselnd in Rot und Gold und in einem goldenem Turm
in blauem Herzschild.
4238

van Groenendyck, Johan (Jan),
Ripperts Sohn
Oelschläger, Schöffe, Bürgermeister
von Leiden, geb. am 22.03.1582
Leiden/Südholland, gest. am 26.01.1650
Leiden
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 22.04.1603
Leiden
Trauregister: Quellen: 2.
Die Wiedergabe
eines uns aus Leiden erhaltenen Bildnisses von Jan
van Groenendyck enthält eine Inschrift in holländischer
Sprache, die übersetzt lautet:
„Johann
Ripperts van Groenendyck, in seinem Leben elfmal Bürgermeister
der Stadt Leiden. Und Mitglied des generalstaatlichen
Rechnungshofes. Geboren in Leiden am 22. März
1581 und auch dort im Herrn entschlafen am 26. Januar
1650."
(Im
Mittelalter waren die einzelnen niederländischen
Länder generalstaatlich zusammengeschlossen).
Die Inschrift
schließt, wie damals üblich, mit poetischen
Worten, die übersetzt lauten:
„Wessen
Wesen Du hier siehst. Wessen Tugenden Du hier liest.
Den Bürgern Deiner Stadt ist er ein vortrefflicher
Kopf (Bürgermeister) gewesen. Denkt
an seine Freundlichkeit und Vornehmheit im Sprechen:
Die in seinem Mund leider so schnell erstorben ist.
Sein Eifer, seine Demut und väterlicher Regierungsstil.
Der dem Rathaus eine Kirche zugesagt hat.
Du sollst den werten Mann Dein Leben lang hoch achten.
Und von dem guten Gott solche Köpfe (Bürgermeister)
erwarten. Zur Freude der Stadt und des teuer bezahlten
(durch das Blut Christi) Volkes. Die (Stadt
und Volk) sich des schweren Verlustes allzuoft bewußt
sind. O Herr, in Deinem Zorn entzieh nicht all die
Frommen. Vielmehr bitten wir Dich in Gnade, fortwährend
zu uns zu kommen."
4239
van Vesaneveldt, Adriana
, geb. am 23.06.1578
Leiden/Südholland, gest. am 23.06.1624
Leiden
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Kinder: 1. Theodora, Leiden 1669, siehe „2119",
2.: Rippert, Bürgermeister zu Leiden, Commissar
zum Rat der Admiralität, verh. mit Glandina van
Onderwater, 3.: Machteltjen, Leiden 28.8.1622.
Die Familie
van Vesanefeldt führte im Wappen 3 goldene Fasanenhennen
in grünem Feld.
4240
Versteeg (Verstech),
Peter
Gorckum in Gelderland/Holland, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
29.
4248
Wolters, Steven
siehe „4232", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
4249
Gerards, Barbara
siehe „4233", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
4250
du Bois, Abraham
siehe „4234", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
4251
Boudewin, Jacqueline
siehe „4235", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8448
Vesenfeldt, Arnold I. (Arendt)
Bremen, geb. am um
1526 , gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Arendt
(Arndt war die volkstümliche Form von Arnold)
wurde um das Jahr 1526 geboren, wohnte in Bremen und
war verheiratet mit einer Frau Gretke (Margaretha).
Sie scheint von Hause aus nicht das Bürgerrecht
besessen zu haben. Sie erwarb es ihres Mannes wegen,
um mit ihm vermögens- und handelsrechtlich auf
gleicher Stufe zu stehen, und leistete den Eid im
Jahre 1552, wobei Johan von Hoven für sie Bürge
stand. Ihr Gatte scheint dem Ratsbeamten, von welchem
sie in Pflicht genommen wurde, bekannt, wie aus der
Fassung „Arndt Vesenfeldes fruwe" hervorgeht. Arendt
dürfte also zu dieser Zeit auch schon verbürgert
gewesen sein, obwohl ihn das Bürgerbuch nicht
aufführt.
8449
N.N., Griete (Gretke,
Margaretha)
Bürgerin in Bremen (erwähnt 1552), geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8452
Barkhoff, Johan
1571 Bürger in Bremen, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8462
Dreyer, Franz
Kaufmann in Bremen, geb. am 27.07.1552
Bremen, gest. am 18.10.1612
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
43.
8463
Schuhmacher, Anna
, geb. am 05.07.1560
Bremen, gest. am 07.09.1631
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
43.
8464
Wolters, Liebert (Levien)
Kaufmann zu Maastricht/Holland und Bremen, geb. am 1542
Maastricht (?), gest. am 13.10.1603
Geburtsregister:
Konfession: ev.-ref.
Taufdatum:
Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
25.
8465
N.N.,
, geb. am
, gest. am 18.08.1614
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Kinder: 1.: Johannes Wolters, 1567(?) Bremen -
1625, Kaufmann, 2.: Margaretha Wolters, 1570, verh.
de Leeu, 3. Anna Wolters, 1573, verh. Terenstein,
kinderlos, 4.: Stephan Wolters, siehe „4232".
8466
Gerards, Laurenz
„in Lüttich"/Belgien, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8468
du Bois, Louis
„in Amsterdam"/Holland, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
25.
8469
Bellevord, Gertrude
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
25.
8470
Boudewin, Franz
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
25.
8471
de la Prote, Susanne
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
25.
8472
Schrevelius, Cornelis
Stadtbaumeister und Magistrat für öffentliche
Werke in Haarlem/Nordholland (1586), geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8474
van Teylingen, Augustijn II
Jonkher, Bürgermeister in Alkmaar/Holland, geb. am 04.05.1529
Alkmaar/Holland, gest. am 02.12.1589
Alkmaar
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat:
Alkmaar
Trauregister: Quellen: 2,
30.
Augustijn
II. bekleidete in Alkmaar die Ämter des Schatzmeisters,
Kirchenvorstehers, Schöffen und von 1569-73 auch
das des Schultheiß.
In letzter
Eigenschaft oblag ihm die kräftige Handhabung
der Plakate auf die Religion, aber die Schöffen
leisteten ihm hierbei mehr Widerstand als Mithilfe.
Ab 1573 scheint Augustijn auch „Rentmeister des Impostes"
gewesen zu sein. Seine erste Gattin Claesje Adriaenstochter
(gest. 1552) muß er kurz nach der Verheiratung
verloren haben.
8475
van Foreest (?),
Brigitta Herculestochter
, geb. am
, gest. am 1576
Alkmaar/Holland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8476
van Groenendyck, Rippert
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 14.04.1576
Leiden/Südholland
Trauregister: Quellen: 2.
8477
N.N., Annetje, Pieterstochter
, geb. am
Leiden/Südholland, gest. am 22.06.1630
Leiden
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8478
van Vesaneveld, Andries
Bäckermeister, Ratsherr, Schöffe und Bürgermeister
in Leiden, geb. am
, gest. am 21.04.1634
Leiden/Südholland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 05.05.1576
Leiden
Trauregister: Quellen: 2.
8479
N.N., Marijtje Pieterstochter
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8496
Wolters, Liebert
siehe „8464", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8497
N.N.,
siehe „8465", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8498
Gerards, Laurenz
siehe „8466", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8500
du Bois, Louis
siehe „8468", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8501
Bellevord, Gertrude
siehe „8469", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8502
Boudewin, Franz
siehe „8470", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
8503
de la Prote, Susanne
siehe „8471", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
16924
Dreyer, Hermann
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
43.
16926
Schuhmacher, Johan
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
43.
16928
Wolters, Jan (Johannes)
1550 in Maastricht/Holland, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
Söhne: 1.: Steven Wolters, 1540-1603, genannt
„der große Stephan Wolters". Kinderlos. 2.: siehe
„8464".
16944
Schrevel, Jan
, geb. am um
1550 , gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Söhne: 1.: Cornelis, siehe „8472", 2.: Adriaan,
Regent des St. Nicolaas-„Gasthuis" im Haag, Schöffe
im Haag, Bürgermeister von s'Gravenhage.
16948

van Teylingen, Augustijn I.
Dr. jur., Rentmeister, Thesaurius, Bürgermeister
in Alkmaar/Holland, geb. am 1475
, gest. am 25.05.1533
Alkmaar/Holland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: 29.05.1503
Alkmaar
Trauregister: Quellen: 2,
30.
Augustijn
I. war Rentmeister von Nord-Holland, Kirchmeister,
Thesaurius und Bürgermeister von Alkmaar sowie
Verwalter der Abtei Egmond.
Augustijn
kam auf Empfehlung seines Oheims Lukas van Teylingen
als junger Mann zu Claes Corff, dem Rentmeister der
Abtei und Gräflichkeit Egmont und rückte
nach Corffs Tode in dessen Stellung ein. Seine Dienste
belohnte der Statthalter mit Ländereien („Kosteryen")
zu Maasland, und der Graf van Egmont mit solchen in
Oudcarspel. Augustijn wurde ein reicher und hochgeachteter
Mann. Seine Gattin gebar ihm zwanzig Kinder, von denen
im Jahre 1552 noch zwölf lebten. Wir erfahren
dies aus einem Akt vom 25. September 1552, worin die
zwölf Kinder einwilligen in die Verpfändung
des Stadthauses und der Mobilien für eine Summe
von 8000 Gulden, welche die neuen Regenten wegen gewisser
von ihnen behaupteten Forderungen aus nicht liquidierten
Posten an ehemalige Schatzmeister und Bürgermeister
der Stadt verlangt hatten.
Die Portraits
Augustijns und Josinas sind von Jacob Cornelisson
van Oostsanen 1512 gemalt worden und befinden sich
im Museum Boymans in Rotterdam (Stand: 1929).
16949

van Egmond van der Nyenburch, Josina
, geb. am 02.12.1486
Schloß Nieuwburg/Holland, gest. am 1556
Alkmaar/Holland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Söhne u.a.: 1.: Floris, 1510-15.2.1585, reich
begüteter Schöffe, Schatzmeister und Bürgermeister
von Alkmaar, welchem im Jahre 1575 die Verteidigung
seiner Vaterstadt gelang. 2.: Dirk, 28.8.1512-25.2.1578,
wurde Nachfolger seines Vaters in der Egmond'schen
und Westfriesländischen Rentmeisterei, Ratsherr,
Kirchmeister und oftmals Schatzmeister der Stadt.
Ihm übertrug die Witwe des berühmten, von
Alba 1568 in Brüssel hingerichteten Grafen Lamoral
van Egmond die Verwaltung ihrer Güter. Auch die
Güter der aufgehobenen Abtei Egmond verwaltete
er, geriet aber dieserhalb mit dem Bischof von Haarlem
in Zwist, wurde 1572 verhaftet und sein Vermögen,
wie es scheint, eingezogen. 3.: Frans, gest.
12.11.1572, Notar und Stadtsekretär in Alkmaar.
4.: Jakob, ist 1559 Thesaurius der Stadt Alkmaar,
5.: Bartholomäus, 1518-1560, war Drost auf
der Nyenburg, auch Schöffe und Schulheiß
in Alkmaar, 6. und 7.: Adriaan und Lukas waren
Kaufleute in Amsterdam, 8.: Augustijn II.,
siehe „8474".
Das Wappen
derer van Egmond van der Nyenburch zeigt 12 Sparren
rot und gold wechselnd, rings umrahmt von einer gezackten
Borde. Auf dem gekrönten Helm ein Pfauenschweif.
16950
van Foreest (?),
Hercules
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
16952
van Groenendyck, Jan
in Leiden/Südholland, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
16954
N.N., Pieter
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
16956
van Vesaneveld, Jasper
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
16958
N.N., Pieter
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
16992
Wolters, Jan
siehe „16928", geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2.
33896
van Teylingen, N.N.
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Söhne: 1.: Adriaan, Kanoniker an S. Servaas in
Maastricht, 2.: Augustijn, siehe „16948".
Die Genealogie
derer van Teylingen ist in den Zwanzigerjahren mehrfach
eingehend bearbeitet worden (Dr. Henri Obreen im „Maandblad"
des „Nederlandsche Leeuw", 44. Jg., Haag 1926). Die
Abstammung von der Linie in Nord-Holland, welche bis
auf den Ritter Willem van Teylingen (1198-1244) zurückführt,
ist urkundlich bisher nicht zu belegen gewesen, obwohl
sie vielfach angenommen worden ist.
33898
van Egmond van der Nyenburch, Jan
Drost und Kastellan, Schultheiß und Bürgermeister
von Alkmaar/Holland, geb. am
, gest. am 25.03.1523
Alkmaar/Holland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Jan van
Egmond war 1490 Drost und Kastellan der Nyenburg.
Zu seiner Zeit wurde das Schloß zweimal teilweise
zerstört und zwar 1491 durch das „Kaas und Brodvolk",
dann im Jahre 1517 durch die Gelrischen Friesen. Er
war 1495-1516 Schulheiß in Alkmaar, verschiedene
Male dort Bürgermeister und starb 1523, wenige
Wochen vor seiner Frau.
33899
Heermann, Judith
, geb. am
, gest. am 05.04.1523
Alkmaar/Holland
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Kinder: 1.: Jan, gest. 1555, folgte seinem Vater als
Drost der Nyenburg und war mehrfacher Bürgermeister
von Alkmaar, 2.: Hieronimus, Priester an der
Pfarrkirche zu Alkmaar, stiftete das „Provenhuis van
Egmond van der Nyenburg", welches, in den Jahren 1885
und 1889 umgebaut, heute (1929) acht Frauen beherbergt,
3.: Cornelis, Rechtsanwalt am Hof van Holland,
4.: Josina, siehe „16949".
67796
van Egmond van der Nyenburch, Gerrit
Jonkher, „schildboortig edelman" (1482), geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: außerehelich
Trauregister: Quellen: 2,
30.
Gerrit
wurde von seinem Vater legitimiert und am 3. Juni
1482 (nach Bijdragen, S. 143) durch die Staaten van
Holland als „schildboortig edelman" anerkannt. Er
führte den Titel Jongher. Sein Geschlecht nennt
sich van Egmond van der Nyenburch. Es erwarb im Jahre
1552 die Nyenburg und im Jahre 1722 auch das Stammschloß
und die Lehen der Hauptlinie.
135592
van Egmond, Willem
Herr van Ysselstein, Leerdam, Schonnderwoert, Haastrecht
und Baar, Holland, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Willem
van Egmond wurde in der Geschichte dadurch bekannt,
daß er auf Seiten seines Bruders Arnold, Herzog
von Geldern, in der Schlacht bei Linnich am 3. November
1444 in die Gefangenschaft Gerhards II. von Jülich-Berg
geriet, aus welcher er erst ein Jahr später wieder
befreit wurde (Schönneshöfer, S. 163 f.,
Quelle 30). Er nannte sich Herr van Ysselstein,
Leerdam, Schonnderwoert, Haastrecht und Baar. Er hatte
außer den Kindern von seiner Gattin Walburga
von Meurs einen außerehelichen Sohn mit Margareta
van Hoogwoud und Aartswoud, namens Gerrit (siehe
„67796"), der von ihm legitimiert wurde.
135593
van Hoogwoud und Aartswoud, Margareta
, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
271184

van Egmond „met de Bellen", Jan
Herr, aus dem Geschlecht der Grafen und Herren v.
Egmont, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Die van
Egmond van der Nyenburch oder Nieuwburg bilden einen
legitimierten Zweig der alten Grafen und Herren van
Egmond durch Abkunft von Jan, Herrn van Egmond mit
dem Zunamen „met de Bellen" (d.h., „mit den Klingeln").
271185

van Arckel, Maria
Erbin des Herzogtums Geldern, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Söhne: 1.: Arnold wurde in Nachfolge seiner Mutter
Herzog in Geldern, während 2.: Willem,
siehe „135592", dem Vater in der Herrschaft folgte.
271186
van Hoogwoud u. Aartswoud, Everhard
Herr, geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
542371
v. Jülich und Geldern, Johanna
Herzogin , geb. am
, gest. am
Geburtsregister:
Konfession: Taufdatum: Taufregister:
Sterberegister:
Heirat: Trauregister: Quellen: 2,
30.
Johanna,
Herzogin von Jülich und Geldern „stammt von den
ersten Fürstenhäusern am Niederrhein und
von den alten deutschen Königsgeschlechtern ab".
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