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Am
13. Juli 1910
stürzte das Luftschiff „Erbslöh" ab.
Viele Zeitungen berichteten über dieses
Ereignis.
In
Erinnerung an diesen Tag geben wir nachstehend
einen zum 50. Jahrestag des Absturzes verfaßten
Artikel aus der „Westdeutschen Rundschau", Wuppertal,
vom 8. Juli 1960 wieder:
Erbslöh
explodierte im Morgennebel
Leichlingen
(Eigenbericht) Der Nordrhein-Westfälische
Luftsportverband, der mit 222 Mitgliedvereinen
der stärkste Landesverband im Deutschen
Aero-Club ist, bereitet eine Gedenkfeier vor,
die der Erinnerung an fünf Wuppertaler
Pioniere der Luftfahrt gewidmet sein wird, die
vor nunmehr 50 Jahren - am 13. Juli 1910 - mit
dem Luftschiff „Erbslöh" unweit der Luftschiffhalle
in Leichlingen nach einer Explosion im Morgennebel
tödlich verunglückten. Die Gedenkfeier
soll am Sonntag, 17. Juli, vor dem Erbslöh-Denkmal
in Leichlingen stattfinden. An dieser Stunde
dankbaren Gedenkens werden auch zahlreiche Luftsportfreunde
und Ballonfahrer aus Wuppertal teilnehmen.
Es bestehen Bestrebungen, aus Anlaß der
50. Wiederkehr dieses Tages in Leichlingen einen
Freiballonstart durchzuführen. An dieser
Gedenkfahrt werden sich wahrscheinlich Freiballonfahrer
aus Wuppertal. Düsseldorf, Essen, Köln
und Münster beteiligen.
Vor
50 Jahren trug der Draht die erschütternde
Kunde von der Luftschiffkatastrophe bei Leichlingen
in alle Welt. Aus den Trümmern des ehemals
so stolzen Luftschiffes „Erbslöh" barg
man die Leichen des Wuppertaler LuftfahrtPioniers
Oskar Erbslöh und seiner vier Begleiter.
Im Juli 1910 schrieb eine Luftfahrt-Zeitschrift
zu dieser entsetzlichen Katastrophe „Die Opfer
der Luftschiffahrt haben sich in letzter Zeit
gemehrt. Auch Deutschland ist nicht verschont
geblieben. Freilich ist diese Katastrophe seit
langen Jahren die erste Vernichtung eines deutschen
Lenkballons, welche Menschenleben gekostet hat.
Dieses Mal hat der Kampf mit dem Luftelement
ein gräßliches Opfer gefordert. Nicht
allein durch die Zahl, sondern auch durch den
Wert der Persönlichkeiten, die durch dieses
Unglück dahingerafft sind."
Die
vielen tausend Arbeiter, die in der Mittagsstunde
des 13. Juli 1910 durch die Tore der großen
Fabriken in Elberfeld fluteten, um Mittagspause
zu machen, stauten sich vor den Anschlagsäulen
der Stadt und lasen stumm und ergriffen die
niederschmetternde Nachricht, daß der
Lenkballon „Erbslöh" am Vormittag dieses
Tages abgestürzt und die Insassen unter
sich begraben habe.Unter den fünf blühenden
Menschenleben, die so jäh dahingerafft
worden waren, befand sich der allerseits bekannte
und beliebte Sportsmann des Wuppertales, Oskar
Erbslöh. Einer, der Oskar Erbslöh
nahe stand, erinnert sich: „Ein jeder kannte
ihn hier in Elberfeld und Barmen. Ihn und seine
reich entfaltete Tätigkeit als eifriger
Förderer der Luftschifffahrt, als bewährter
Führer im Freiballon wie auch im Lenkballon.
Er wußte durch sein reges Arbeiten für
die Luftschiffahrt in seiner bergischen Heimat
das Interesse weiter Kreise für seine Ideale
zu gewinnen und dem schönen Sport eine
gedeihliche Entwicklung zu verschaffen. Und
darum machte die Trauerbotschaft einen so erschütternden
Eindruck in der ganzen Wuppertaler Bevölkerung,
die stets an Erbslöhs Bestrebungen Anteil
nahm. Er wurde ein Opfer seiner Idee, gerade
jetzt, da seine Mühen sich aufs schönste
zu belohnen schienen.

Des
dichten Morgennebels wegen, der über dem
stillen Tal der Wupper lag, gab es keine direkten
Augenzeugen dieser Katastrophe. Die Landwirte,
die in der Nähe der Leichlinger Ballonhalle
der ersten deutschen feststehenden Ballonhalle
übrigens, die 80 Meter lang und 27 Meter
hoch war, auf den Feldern den Klee mähten,
vernahmen einen ungewöhnlichen Doppelknall.
Nur für eine Sekunde wurde das Luftschiff
- sich dreimal überschlagend - aus dem
Nebel sichtbar. Dann war es auch schon geschehen.
Der große Motor hatte sich knatternd in
die Erde gefressen. Fest in den Boden gerammt
war der Propeller. Im vorderen Teil der Gondel
gedrängt lagen die Insassen tot. In den
Händen des ebenfalls verunglückten
Ingenieurs Kranz fand man das Protokoll der
Unglücksfahrt, auf einen Zettel gekritzelte
stichwortartige Aufzeichnungen: „Abfahrt 9 Uhr
4 Minuten, Steigen 9 Uhr 9 Minuten, dichter
Nebel, ohne Sicht der Erde; Norden, Sonne kommt
durch, dichter Nebel unter uns: Höhensteuer
abwärts; 280 Meter, 9 Uhr 11 Minuten .
. ." --- Dann kam ein dumpfer Knall und mit
ihm das jähe Ende.Da das Luftschiff kurz
vor dem Unglück nicht allzu hoch flog,
dachten die vor der Luftschiffhalle - gleich
am Wupperufer - stehenden Warte und Monteure,
es wolle schon wieder zur Landung ansetzen.
Sie gaben deshalb Revolverschüsse ab und
versuchten, dem Luftschiff mit Hupsignalen den
Weg zur Halle zu weisen. Allein, es war vergebens.

Einer
der ersten zur Unglücksstelle entsandten
Berichterstatter schrieb damals:
„.
. . überall haben sich Gruppen gebildet,
die das bittere Schicksal der Luftfahrer besprechen,
dazwischen Fragen beantworten von Fremden, die
immer zahlreicher herzuströmen. Wie kam
es? Wie geschah es? Ein Knall, dann war's vorbei.
Die Landstraße ist dicht bedeckt mit Menschen.
Zur Luftschiffhalle haben nur wenige Zutritt:
Mit Mühe gelingt es uns, hinzuzukommen.
Dort an der Seite beginnt man, die Trümmer
herbeizuschaffen, die Überreste des stolzen
Luftschiffes, das soviel Zukunftsfreudiges versprach.
Über
die Ursachen des Unglücks gehen die Meinungen
heute noch auseinander. Am 27. Juli 1910 schrieb
ein noch unmittelbar unter dem Eindruck der
Katastrophe stehender Luftfahrtexperte:
„Was
die näheren Umstände der Katastrophe
anbelangt, so läßt sich natürlich
noch kein absolut sicheres Urteil fällen.
Die, welche sie erzählen könnten,
sind verstummt: Folgendes ist eingetreten: Das
prall gefüllte Luftschiff ist durch die
dichte Nebelschicht gefahren und höher
gestiegen. Es manövrierte einige Zeit in
diesem Nebel, kreuzte über der Stadt Leichlingen
und entfernte sich dann nach Süden, wobei
eine Höhe von 280 Metern erreicht wurde.
Dann muß die Nebelhülle durchbrochen
worden sein, so daß das Luftschiff den
Sonnenstrahlen unmittelbar ausgesetzt gewesen
ist. Die automatischen Ventile scheinen sich
gar nicht oder nur unzureichend geöffnet
zu haben, um den anomalen Überdruck auszugleichen."

Nach
der Katastrophe schrieb eine Zeitung: „Die Rheinisch-Westfälische
Motorluft-Gesellschaft, die Oskar Erbslöh
aus Elberfeld gegründet und die sich am
12. Dezember 1908 konstituiert hat, hat einen
äußerst schweren Verlust erlitten.
Dem eifrigen Arbeiten ihres Vorsitzenden, der
nunmehr zu den Toten zählt, sowie ihren
tätigen Mitgliedern war es zu verdanken,
daß der Lenkballon gebaut werden konnte,
dessen Taufe im Oktober vorigen Jahres stattfand.
Derselbe war in einer stattlichen Luftschiffhalle
mit angeschlossenem Wasserstoffwerk untergebracht.
Am Dienstag, 12. Juli d. J., fand die Ziehung
einer Lotterie zu Gunsten der Gesellschaft statt.
Wie freudig werden die Mitglieder an diesem
Tage auf ihr gediehenes Werk geblickt haben!
Doch schon der folgende Tag sollte die Katastrophe
bringen, die durch keine Geldquelle gutzumachen
ist."
Der
ums Leben gekommene Oskar Erbslöh zählte
damals schon seit Jahren zu den bekanntesten
Luftfahrtpionieren. Er war eine der tatkräftigsten
und erfolgreichsten Persönlichkeiten auf
dem Gebiete des Ballonsports. Erbslöh entstammte
einer alteingesessenen und angesehenen Kaufmannsfamilie
in Elberfeld. Er wurde am 21. April 1879 in
Elberfeld geboren und wandte sich schon frühzeitig
verschiedenen Sportarten zu. Nachdem er als
Einjähriger bei den Kürassieren gedient
hatte, trat er ins väterliche Geschäft
ein, behielt aber viel Zeit für seine sportlichen
Interessen übrig. Im Jahre 1904 entdeckte
er seine Liebe für den Freiballonsport.
Ein Jahr später schon erhielt er die Qualifikation
als Ballonführer vom Niederrheinischen
Verein für Luftschiffahrt. Von jener Zeit
an hat Oskar Erbslöh viele Luftreisen unternommen.
Man darf ohne Übertreibung sagen, daß
er den Kontinent Europa in allen Richtungen
der Windrose überquert hat.
Aus zahlreichen Konkurrenzen ging der Mann,
der über eine kräftige Konstitution
und große Ausdauer verfügte, als
Sieger hervor. Nachdem Erbslöh bereits
1906 in nationalen Wettfahrten wiederholt erste
Preise errungen hatte, ging er am 15. September
1907 als Sieger aus der internationalen Wettfahrt
hervor, die von Brüssel anläßlich
des Kongresses der Fédération
International Aeronautique gestartet wurde Er
führte den Ballon „Pommern", der dem Freiherrn
von Hewald gehörte, nach einer Fahrt von
28 Stunden und 32 Minuten zum Sieg

Bei
Kap Breton in Südfrankreich ging Erbslöhs
Ballon nieder. Für diese aufsehenerregende
Fahrt erhielt Erbslöh nicht nur den ersten
Preis und die goldene Plakette des Prinzen Bonaparte,
dieser Sieg machte ihn auch schlagartig zu einer
internationalen Berühmtheit. So nahm Oskar
Erbslöh, der bescheidene Mann aus Wuppertal,
für Deutschland am zweiten Gordon-Bennett-Wettfliegen
in den USA teil. Er startete am 21. Oktober
1907 in St. Louis und legte mit 876 3/4
Meilen die weiteste Strecke zurück.
Nur
25 Meilen von New York entfernt ging Erbslöhs
Ballon „Pommern" nieder. Der Atlantik hatte
der Fahrt ein Ziel gesetzt. Oskar Erbslöh
gewann den begehrten Gordon-Bennett-Pokal und
gab dadurch Veranlassung, daß diese klassische
Ballonveranstaltung im kommenden Jahr in Deutschland
durchgeführt wurde. Die kritischste Strecke
für Oskar Erbslöhs „amerikanisches
Abenteuer" war die nächtliche Überquerung
des Alleghanygebirges gewesen.
Oskar
Erbslöh war nicht nur ein ausgezeichneter
Ballonfahrer, er verstand es auch, seine Fahrterlebnisse
anschaulich zu schildern.
Die
„Westdeutsche Rundschau" ist in der Lage, die
von Erbslöh ausgezeichnet beschriebene
Landeszene nach dem Flug von Brüssel zum
Kap Breton zu veröffentlichen:
„Wir
waren 28 Stunden und 40 Minuten in dem Korb
gewesen und stiegen nun aus, um den Rest unseres
Proviants zu uns zu nehmen. Als dies geschehen
war, versagten unsere elektrischen Lampen, und
auch der Mond ging unter, so daß wir genötigt
waren, auf freier Erde uns ein Nachtquartier
zu suchen. Wir breiteten einen Plan, der zum
Verpacken des Ballons diente, auf dem Boden
aus, legten jeder einen Sandsackunter unseren
Kopf und deckten uns mit unseren Mänteln
zu. Nach zwei Stunden wurde es meinen Kameraden
zu kalt, und diese machten sich deshalb auf
die Suche nach Menschen, während ich allein
zurückblieb, um das Material zu bewachen.
Es
dauerte vier Stunden. bis es den Herren mit
großen Schwierigkeiten gelungen war, den
Weg zu mir zurückzufinden und einen Menschen
aufzutreiben; dieser hatte eine Flinte auf dem
Rücken und sah ziemlich gefährlich
aus. Immerhin, wir waren froh, einen Mann zur
Hilfe zu haben und schickten diesen nun fort,
um noch einige Mannschaften zu holen. Als der
Tag anbrach, waren es fünf Leute, die bereit
waren, uns zu helfen. Diese Zahl ist für
einen so großen Ballon, und besonders
dann, wenn ein so kleiner Platz zum Verpacken
da ist, sehr gering. Aber wir griffen selbst
kräftig zu, so daß es uns gelang,
mit dem Verpacken fertig zu werden.
Der
Boden war mit Disteln und Dornen bedeckt, so
daß wir die größte Vorsicht
anwenden mußten, um den Ballon nicht zu
verletzen. Unsere Schuhe und Beinkleider waren
durch diese Landung völlig unbrauchbar
geworden. Die Hauptschwierigkeit kam nun erst,
als wir einen Wagen haben wollten, um den Ballon
bis zur nächsten Bahnstation zu befördern.
Die Leute erklärten einfach, daß
es Wagen nicht gäbe; erst als wir erklärt
hatten, daß wir 50 Francs bezahlen
wollten, von denen die Anwesenden die Hälfte
mitbekommen sollten, war einer sofort bereit,
einen Wagen zu holen.
Drei
Stunden dauerte es, bis er ankam. Es war ein
zweirädriges Gefährt, mit zwei Maultieren
bespannt. Als wir nun den Ballon mit großer
Mühe aufgeladen hatten, setzten wir uns
in Bewegung und kamen nach einer guten Stunde
in dem nächsten Ort an, Cap Bretonin, wo
wir uns zunächst zu dem Bürgermeister
begaben, der uns eine Landebescheinigung ausstellen
sollte. Der Wagen mit dem Ballon brauchte fünf
Stunden, um in Bayonne anzukommen und wir selbst
waren auch nicht viel eher da. Es blieb uns
sehr wenig Zeit, um unseren Hunger zu stillen
und den Ballon zu verladen, und wir fuhren dann
um 6 Uhr mit dem Schnellzug nach Paris
von Bayonne ab.
Als
wir am anderen Morgen in Paris ankamen, konnten
wir uns zum ersten Male nach vier Tagen rasieren
lassen, und erst am Mittwochabend war es uns
möglich, unsere Kleider zu wechseln, die
wir vier Tage hindurch dauernd getragen hatten.
Schon in Bordeaux traf ich einige meiner Konkurrenten,
die mir zum Siege gratulierten, aber ich wollte
noch immer nicht mit Bestimmtheit daran glauben,
bis ich in Paris die definitiven Resultate sämtlicher
Ballons erfuhr."

Im
Jahre 1908 wandte sich Oskar Erbslöh mehr
der motorischen Luftschiffahrt zu. Unter seinem
Vorsitz und dank seiner energischen Förderung
des Gedankens wurde die Rheinisch-Westfälische
Motorluftschiff-Gesellschaft gegründet,
deren Zweck der Bau und die Verwertung von Motorluftschiffen
war. Noch vor Ende des Jahres 1909 war das erste
- aber leider das einzige - Luftschiff dieser
Gesellschaft vollendet. Es erhielt den Namen
„Erbslöh". Bereits am 20. Oktober 1909
manövrierte das Luftschiff eine Stunde
lang über dem Gelände bei der Luftschiffhalle
in Leichlingen.
Die
Gondel des Luftschiffes hatte die Form eines
Fischrumpfes. Noch manche Fahrt hat der Lenkballon
„Erbslöh" bis zu jenem tragischen 13. Juli
1910 gemacht, an dem ein dumpfer Knall im Morgennebel
fünf Todesopfer forderte und ein hoffnungsvolles
Werk zerriß. Neben Oskar Erbslöh
fanden Max Toelle, Rudolf Kranz, Hans Leo Höpp
und der Mechaniker Joseph Spicks den Fliegertod.
Die
Sektion Wuppertal des Niederrheinischen Vereins
für Luftschiffahrt verlor in Oskar Erbslöh
ihren Vorsitzenden und der Hauptvorstand selber
den stellvertretenden Vorsitzenden des Fahrtenausschusses.
Ferner war Erbslöh Vorsitzender der Ortsgruppe
„Verband für Mark und Ravensberg" des Deutschen
Luftflotten-Vereins.
Max
Toelle, der ebenfalls zu den Opfern der „Erbslöh-Katastrophe"
gehörte, war ein bekannter und erfahrener
Ballonführer. Er war Fachwart der Sektion
Wuppertal des Niederrheinischen Vereins für
Luftschiffahrt.
Rudolf Kranz aus Hagen wurde am 22. August 1884
in Kassel geboren. Er hatte das Königliche
Friedrichs-Gymnasium in Kassel und das Friedrichs-Polytechnikum
in Köthen besucht. Nachdem er sein Jahr
beim II. Seebataillon in Tsingtau abgedient
hatte, setzte er seine Studien, zuletzt an der
Technischen Hochschule in Charlottenburg fort
und übernahm im Jahre 1909 die Firma Fritz
Kettler, Werkzeugfabrik in Hagen. Bezeichnend
für den sportlichen Geist von Rudolf Kranz
war die Tatsache, daß er nach Ablauf seiner
Militärzeit in Tsingtau die Rückreise
zu Fuß und zu Pferde auf dem Landweg unternahm
und allein drei Wochen auf größeren
Kreuzfahrten in China verbrachte.
Hans Leo Höpp war der Sohn des in Elberfeld
allgemein geachteten Musikdirektors Höpp.
Der am 4. Juli 1887 geborene Höpp
trat nach Beendigung seiner Berufsausbildung
in die neugegründete Rheinisch-Westfälische
Motorluftschiff-Gesellschaft ein und wurde schon
nach einigen Monaten ihr leitender Ingenieur.
Hans Leo Höpp gehört zu den Mitbauern
des Luftschiffes „Erbslöh", um das er Tag
und Nacht besorgt war. Der Mann, der an allen
Aufstiegen teilnahm, hatte sich sogar in der
Luftschiffhalle wohnlich eingerichtet.
Zahlreiche
Luftfahrer aus dem Bergischen Land und dem Rhein-Ruhr-Gebiet
werden am 17. Juli nach Leichlingen pilgern,
um vor dem Erbslöh-Denkmal der Männer
zu gedenken, die vor 50 Jahren ihr Leben für
die Erforschung der Luft ließen.
Hans
Werner Hinrichs
Anmerkung: Die im Original-Zeitungsartikel abgebildeten
Fotos ließen sich schlecht reproduzieren.
Statt dessen wurden oben Fotos und ein gemaltes
Bild aus dem Jahre 1910 wiedergegeben.
Eine Reklamemarke: Luftschiff "Erbslöh"
1909
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